Mi, 15. August 2018

Stimmungshit

06.05.2011 08:48

Bau dir deinen eigenen Gartenbrunnen!

Ob erfrischend sprudelnd oder sanft murmelnd – Gartenbrunnen in jeder Form und Größe sind an heißen Sommertagen nicht nur wahre Wohlfühloasen mit sofortiger Entspannungsgarantie, sondern bereichern auch optisch jeden Garten. Voraussetzung dafür ist allerdings, die richtige Auswahl und Einbettung in die Gartenlandschaft.

Heute zählen die Wasserspiele im eigenen Garten, gleich in welcher Größe und Form, fast schon zur Standardausstattung jeder Gartengestaltung. Dank der reichen Auswahl an (Zier-) Gartenbrunnen können auch schon mit wenig Budget wunderschöne optische Stimmungshighlights geschaffen werden. Am besten selbst gebaut.

Gartenbrunnen – und Gartenbrunnen
Grundsätzlich unterscheidet man bei Gartenbrunnen die Zier- und Brauchwasserbrunnen. Während der Zierbrunnen ausschließlich dekorativen Zwecken dient, kann man den Gartenbrunnen auch zur Bewässerung der Pflanzen nützen. Was einerseits umweltfreundlich ist und andererseits auch Geld spart.

Während allerdings der Zier-Gartenbrunnen sehr rasch und auch schon sehr preisgünstig gekauft oder selbst gebaut werden kann, setzt der Gartenbrunnen mit Bewässerungsfunktion einen richtiggehenden Brunnenbau (inklusive Bohrung bzw. Rammung ins Erdreich) voraus: Hier sind Fachwissen und unter Umständen sogar auch behördliche Genehmigungen Voraussetzung.

Heimwerker bevorzugen meist die Ramm- oder auch Schlagbrunnenversion, bei denen der Brunnenbau auf dem Einschlagen bzw. Einrammen des Stahlrohres basiert. Rammbrunnen können in vielen Baumärkten bereits als Bausets oder online erworben werden, meist sind auch keine behördlichen Genehmigungen erforderlich. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass im Lauf der Zeit Erde in den Filter gelangen kann. Gartenbrunnen mit Bewässerungsfunktion müssen auch regelmäßig besonders sorgfältig gewartet werden. Im Zweifelsfall empfiehlt sich daher die Installation und nachfolgende Wartung durch einen Fachbetrieb.

Wasser als Zierde
Reinen Zier- und Erholungszwecken dient die bei Weitem häufigere Form der Gartenbrunnen. Diese Brunnen erfüllen zwar keine Zusatzfunktionen, aufwendige Leitungsarbeiten sind dafür jedoch nicht erforderlich. Meist reicht es aus, einen (kleinen) Wassertank in den Boden zu graben und darauf den mit einer Umwälzpumpe betriebenen Brunnen zu setzen. Je nach Geschmack, laut oder leise, entsteht so auch das gewollte Plätschergeräusch, das Wasser muss allerdings von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden.

Die Wasserpumpe benötigt elektrischen Strom, um das Wasser anzusaugen und wieder auszusprudeln und daher eine Zuleitung zu einem Stromanschluss. Zunehmend beliebter - und aus Umweltschutz- und Kosteneinsparungsgründen empfehlenswert! – sind solarbetriebene Wasserpumpen. Ein großer Nachteil liegt allerdings in ihrer Leistungsstärke und Zuverlässigkeit. Da Zierbrunnen auch gerne an schattigen Plätzen im Garten aufgestellt werden, ist daher zu prüfen, ob die Sonneneinstrahlung dann auch tatsächlich für den täglichen Betrieb ausreicht.

Besonders schön und eine echte Attraktion für jede Gartenparty ist es, wenn die Pumpen über eine Lichtquelle verfügen und über Nacht den Brunnen in ein romantisches Licht tauchen können.

Tipp: LED-Gartenpumpen gelten als derzeit heißester Trend in Sachen Brunnenbeleuchtung, da LED-Lampen die vielfältigsten und schönsten Lichtkombinationen herstellen können.

Eigenkreationen gefragt
Von Kunst bis Kitsch reicht die unglaublich große Auswahlpalette an Zierbrunnen. Und dementsprechend groß sind auch die Preisunterschiede: beginnend mit günstigen Schnäppchen um die 100 Euro bis individuelle Maßanfertigungen mit nach oben hin offenen Grenzen. Beliebte Materialien sind Naturstein, Marmor, Kunststein, Terrakotta – und eher neu Schiefer und Edelstahl.

Tipp: Bei angebotenen Brunnen aus Terrakotta unbedingt die Frosttauglichkeit garantieren lassen!

Am schönsten sind jedoch die selbst gefertigten Brunnenkreationen. Die einzelnen Teile für den Betrieb des Brunnen, wie z.B. Pumpe, Filter, etc., bieten viele große Baumärkte als Einzelteile an, auch Online-Brunnenshops haben eine große Auswahl an kompletten Brunnensets. Als Wasserbehälter eignen sich z.B. größere Baubottiche oder andere ausreichend große Gefäße, die man noch mit einer Spezialfolie abdichten kann.

Einige Tipps:

  • Standort: Der Brunnen sollte nicht an zu windigen Plätzen platziert werden. Zum einen, damit nicht zu viele Blätter das Wasser verschmutzen, zum anderen, damit der Wind nicht Wasser auf Wege oder andere Stellen tragen kann (Rutschgefahr!)
  • Wasserbehälter: Der Wasserbehälter sollte ausreichend groß sein, um eventuell auch Wasserpflanzen in den Gartenbrunnen setzen zu können.
  • Ausreichend Platz: Neben der Größe des Wasserbehälters muss auch noch genügend Platz für den dekorativen Brunnenteil eingeplant werden.

Für den Umbau des Wasserbehälters zum optisch gestalteten Brunnen gibt es – je nach Geschmack, Gartenstil und eigenem Geschick – die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Bei einer Ummauerung sind besonders (alte) Ziegel, dekorative Granitelemente oder auch Natursteine beliebt. Entscheidet man sich für Holz, so werden gleich lange Latten an ein spezielles Draht-(Garten-)Netz aufgetackert.

Den letzten Schliff geben entsprechende Wasserpflanzen im Wasserbehälter rund um den Brunnen, aber auch mit einer Bepflanzung rund um den Brunnen herum können eindrucksvolle Stimmungen erzielt werden.

Tipp: Meist ist die Zugabe eines Wasseraufbereitungsmittels für das Sauberhalten des Wassers erforderlich. Im Fachhandel nach umweltverträglichen Mitteln erkundigen!.

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