11.01.2022 14:14 |

Nach Kostenexplosion

Energieanbieter empfahl, mit Haustier zu kuscheln

Der drittgrößte britische Energieanbieter OVO Energy sorgte in den letzten Tagen für Aufruhr. Das Unternehmen hatte nämlich angesichts der rasant angestiegenen Energiepreise in einem Blogbeitrag durchaus dubiose Energiespartipps gegeben. Nach anhaltender Kritik ruderte das Unternehmen indessen wieder zurück.

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„Dieser Blog hätte niemals geschrieben oder an die Kunden verschickt werden dürfen - er war peinlich, wenig hilfreich und schlecht durchdacht. Wir entschuldigen uns aufrichtig“, teilte OVO Energy am Dienstag mit.

Haus putzen, Hampelmänner machen
Konkret empfahl das Unternehmen in einem inzwischen gelöschten Beitrag „zehn einfache und kosteneffiziente Möglichkeiten“, um sich im Winter warm zu halten und die Heizkosten zu senken. Zu den Ratschlägen gehörte etwa, zusätzliche Schichten zu tragen und in Bewegung zu bleiben, indem man „das Haus putzt, die Kinder zu einem Hula-Hoop-Wettbewerb herausfordert oder ein paar Hampelmänner macht“.

Zusätzlich könne es helfen, die Zugluft zu reduzieren oder auch den Backofen offenzulassen, wenn man mit dem Kochen fertig ist. Außerdem würde es sich lohnen, „mit ihren Haustieren und geliebten Menschen zu kuscheln“.

Tipps „nicht hilfreich“
Man wolle die Tipps nun stattdessen mit „aussagekräftigen Informationen“ ersetzen, teilte OVO Energy mit. „Es ist uns peinlich und wir entschuldigen uns aufrichtig“, fügte der Anbieter hinzu. „Wir verstehen, wie schwierig die Situation für viele unsere Kunden ist."

Enorme Energiekrise treibt Kosten an
Die britische Inflation ist zuletzt auf ein Zehn-Jahres-Hoch geklettert und führte viele Haushalte damit in eine „Lebenserhaltungskostenkrise". Wie in den meisten anderen europäischen Ländern sind dabei vor allem die Kosten für Energie (Strom, Gas, Treibstoff) hauptverantwortlich. Der Branchenverband Energy UK rechnet damit, dass ein durchschnittlicher britischer Haushalt etwa 700 Pfund (rund 840 Euro) mehr pro Jahr zahlen muss.

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