11.01.2022 06:00 |

Neueste Zahlen

Steirische Gemeinden auf „Schrumpfkurs“

Die Bevölkerungsstatistik zeigt, dass 51 Prozent der steirischen Gemeinden heute weniger Einwohner haben als noch im Jahr 2015. Im Grazer Speckgürtel kann davon aber keine Rede sein.
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Wahlheimat Hausmannstätten. Ein Wunsch, den bis vor Kurzem wohl nur eine Minderheit hegte. Heute kann man sich alle zehn Finger abschlecken, wird der Traum vom Eigenheim in der Gemeinde südlich von Graz Realität. „Wir müssen mittlerweile ordentlich auf die Bremse steigen“, sagt Bürgermeister Werner Kirchsteiger im Gespräch mit der „Krone“. Zu groß sei der Druck von Zuzüglern schon geworden. „Wir kommen ja mit der Infrastruktur nicht mehr nach. Unser Kindergarten platzt aus allen Nähten, Krippen- und Schulplätze sind ebenso begehrt“, erzählt der Ortschef (Bild unten).

Während der gesamte so genannte Speckgürtel rund um Graz auch in den nächsten Jahren noch rasant weiterwachsen soll, nimmt die Bevölkerungsdichte in vielen Ortschaften der nördlichen Landesteile kontinuierlich ab: „In 51 Prozent der Gemeinden wohnen heute weniger Menschen als noch 2015“, weiß Philip Slepecki von der Statistik Austria in diesem Zusammenhang zu berichten. So hat die Gemeinde Spital am Semmering beispielsweise allein in den vergangenen sechs Jahren ein Fünftel ihrer Einwohner verloren. Ein Trend, der sich laut Experten noch weiter fortsetzen wird.

Immobilienpreise steigen parallel zur Einwohnerzahl
In den aktuellen, für die „Krone“ ausgearbeiteten Prognosen lässt sich übrigens auch ablesen, dass Infrastrukturprojekte – allen voran Straßenbauten – eine „deutliche Auswirkung“ auf die Bevölkerungsentwicklung in abgelegenen Regionen haben. „Die sind ein beachtenswerter Aspekt, auch in Hinblick auf die Immobilienpreise“, betont Slepecki.

Apropos: Was der Quadratmeter-Preis bei seinem Amtsantritt vor 15 Jahren ausgemacht hat, wollen wir von Werner Kirchsteiger wissen. „Ein Drittel vom heutigen Preis“, lacht der Hausmannstättner Bürgermeister. „Damals lag man bei Bauland bei etwa 80 Euro, heute bei 200.“

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