11.01.2022 06:30 |

EU-Pläne

7 Fakten: Darum ist Atom-Energie niemals grün

Die EU will Nuklearenergie nun ein grünes Mascherl umhängen. In der Steiermark ist der Ärger besonders groß - vor dem Hintergrund der Atomgefahr durch das Uralt-AKW im slowenischen Krško. Auch unsere Banken lehnen Finanzierungen für Atomprojekte ab!

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Ist Atomkraft „grün“?
Die Errichtung und der Betrieb von Atommeilern ist wesentlich teurer als der Bau von Erneuerbare-Energie-Anlagen. Die Reaktoren produzieren auch große Mengen von CO2, die auch anfallen, wenn AKWs stillgelegt werden und Atommüll endgelagert wird.

Ist Atomkraft die günstigere Energiequelle?
Solarkraft und Windenergie kosten nur ein Viertel der Vergangenheitstechnologie Atomkraft. Diese rechnet sich betriebswirtschaftlich ohne massive staatliche Zuwendungen nicht.

Ist Atomkraft zuverlässiger als Wind- und Sonnenenergie?
Das Beispiel Frankreich zeigt: nein! Hier ist ein Drittel der französischen Atom-Flotte von 56 Reaktoren derzeit außer Betrieb. Der Grund: technische Probleme aufgrund mangelnden Wartung während der Pandemie.

Ist Atomenergie eine Lösung gegen die steigenden Strompreise?
Auch hier ist das Atom-Land Frankreich ein Negativ-Beispiel: Dort explodieren die Energiepreise auf das Doppelte der Preise in Deutschland!

Wie hält es die internationale Finanzwelt mit Investitionen in Kernenergie?
Finanzinstitute haben stets betont: Sie wollen kein Geld für den Bau von Atomkraftwerken lockermachen - viel zu lange dauert der Bau und zu riskant sind die Projekte. Immer wieder werden halbfertige Reaktoren aufgegeben, zuletzt in den USA.

Wie stehen die steirischen Banken zum „Grünwaschen“ von Atomenergie?
Raiffeisen-Generaldirektor Martin Schaller bezieht klar Position: „Raiffeisen spricht sich gegen die Aufnahme der Atomkraft in die ,Grüne EU-Taxonomie’ aus. Wir haben nachhaltige Kriterien für Kreditfinanzierungen und Veranlagungen festgelegt, die umweltgefährdende Aktivitäten ausschließen. Wir investieren auch nicht in Atomkraft.“

Oliver Kröpfl, Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse, spricht ebenso Klartext: „Wir finanzieren viele Projekte im Bereich Wind- und Wasserkraft - Atomkraft ist für uns kein Thema. Projekte aus diesem Bereich fallen unter die Ausschlusskriterien für Finanzierungen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Atomkraft nachhaltig sein soll.“

Was würde ein zweiter Reaktor in Krško kosten?
Unglaubliche 12 Milliarden Euro. Die Slowenen hoffen, dass die Entscheidung der EU die Finanzierung nun erleichtert...

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