06.01.2022 23:00 |

Hoteliers in Sorge:

„Es geht jetzt um das nackte Überleben“

Salzburgs Hoteliers ziehen eine halbwegs positive Weihnachtsbilanz. Wegen Omikron, offener Zahlungen und Co. fällt der Jänner-Ausblick aber düster aus.

Spät, aber doch ist für Salzburgs Hoteliers am 17. Dezember der Winterstartschuss gefallen. Die Bilanz nach dem ersten Block fällt passabel aus. Im Schnitt waren die Herbergen zu rund 80 Prozent belegt. Aufgrund von Mitarbeiter-Mangel hätten einige Betriebe gar nicht mehr Gäste bewältigen können. So gesehen bewegte sich manche Unterkunft sogar nahe dem Maximum.

Der Ausblick auf die nächsten Wochen fällt jedoch düster aus. Walter Veit, designierter neuer Präsident der österreichischen Hoteliers, spricht Klartext. „Jetzt geht’s ums nackte Überleben.“ Und: „Wir steuern nicht auf ein Jänner-Loch, sondern auf ein riesen Jänner-Loch zu“, erklärt der 63-jährige Chef des Hotel Enzian (Obertauern).

„Lohnnebenkosten sind zu zahlen, Lieferanten wollen für Weihnachts- und Silvesterware, die kaum gebraucht wurde, Geld sehen. Rückzahlungen für Überbrückungskredite aus 2020 stehen an. Die Pandemie hat schon im Herbst dafür gesorgt, dass etwa Firmenevents für den Jänner komplett abgesagt worden sind!“

Neidische Blicke nach Südtirol und in die Schweiz

Bei einigen Hotelbetreibern in der Stadt wiederum werden Pacht-Nachzahlungen fällig. Omikron verschärft die ohnehin schon angespannte Lage erneut.

Albert Moser vom Eggerwirt in St. Michael im Lungau blickt wie die gesamte Branche etwas neidisch nach Südtirol, Schweden und in die Schweiz: „Da sind und waren die Skigebiete teilweise durchgehend geöffnet.“ Mitarbeiter, die verständlicherweise verängstigt sind, wandern dorthin ab!“ Und kommen wohl nicht wieder. Moser nachdenklich: „Die Branche steht vor riesigen Veränderungen!“

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