03.01.2022 17:00 |

„Krone“-Kommentar

Knallerei, als gäbe es kein Morgen

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Wenn mir eines von der Silvesternacht 2021/22 in Erinnerung bleibt, ist es die Knallerei, die gefühlt nicht enden wollend war. Schon am frühen Abend ging es nicht nur in der Landeshauptstadt zu, als wäre es bereits Mitternacht. Auch in vielen kleineren Gemeinden krachte es schier ununterbrochen, wurden schon Stunden vor Mitternacht zig Feuerwerke in den Himmel geballert. Wer glaubte, diese verfrühte Schießerei hinge mit der irrwitzigen und nicht nachvollziehbaren Sperrstunde für die Gastronomie um 22 Uhr zusammen, irrte. Rund um 24 Uhr wurde tirolweit geschossen, was das Pulver hergab, so, als gäbe es kein Morgen mehr.

Zwar waren bei uns Feuerwerke nicht verboten, aber es gab die Empfehlung der Politik, darauf zu verzichten. Was ein Gutteil des Wählervolkes von diesen politischen Ratschlägen hält, wurden bildlich vor Augen geführt: Rein gar nichts! Mit Feuerwerken wollte man anno dazumal „böse Geister“ vertreiben. Vielleicht waren es an diesem Silvesterabend einige Politiker, die man am liebsten verjagt hätte.

Ein Fazit dieser Nacht: Immer mehr Wählerinnen und Wähler zeigen, dass sie sich von der Bundes-, aber auch Landespolitik nicht mehr von oben herab behandeln lassen wie Unmündige. Und sich keine aus ihrer Sicht sinnlosen Verbote aufhalsen lassen. Leider ist eine Quintessenz dieser Entwicklung, dass plötzlich „neue Parteien“ wie eben die MFG gewählt werden, obwohl diese weder inhaltlich noch personell anspruchsvoll sind.

Claus Meinert
Claus Meinert
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