23.12.2021 09:30 |

Touristiker poltern

Sperrstunde und Flug-Stopp schaffen Festtags-Frust

Bei den Salzburger Wirten und Touristikern ist der Ärger über die neuen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante groß. Der Tenor: Zu kurzfristig, zu viel Hü und Hott und dazu noch Maßnahmen, die sich schon vor einem Jahr als kaum wirkungsvoll herausgestellt haben.
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Der Frust über die vorverlegte Sperrstunde und die verschärfte Einreise für vier Länder ist bei Salzburgs Betrieben groß. Eine der gemäßigteren Stimmen kommt noch von Flughafen-Sprecher Alexander Klaus: „Es ist ein schwarzer Tag für den Flughafen und den Tourismus.“ Er rechnet mit vielen Flugausfällen und hofft, dass zumindest ein London-Flug aufrecht bleibt.

„Hätten sie uns vor fünf Tagen auch sagen können“
Die Hotellerie fürchtet angesichts dessen und der verschärften Silvester-Regeln weitere Stornos. „Die Beschlüsse spotten jeder Vernunft und sind von der betrieblichen Praxis weiter entfernt als je zuvor“, sagt Hotelier-Obmann Georg Imlauer. Schon vor dem Treffen der Regierung mit den Landeshauptleuten hatten sich Salzburger Tourismusregionen in einem offenen Brief an die Politik gewandt. Den Ausfall einer zweiten Wintersaison dürfe es nicht geben, so der Tenor.

Auch Wirtesprecher Ernst Pühringer ist wütend. „Die Sperrstunde um 22 Uhr hat schon vor einem Jahr nicht funktioniert. Das ist der selbe Schmarrn wieder. Glauben die wirklich, dass die Leute um zehn Uhr ins Bett gehen?“, fragt Pühringer.

Auch die Saalbacher Hotelierin Isabella Dschulnigg-Geissler ist sauer. Vor allem, auch weil die Lockdown-Entscheidung verschoben wurde. In puncto Mitarbeiter könnte ein neuerliches Runterfahren schwierig werden – für frisch Angestellte fließen keine Kurzarbeitshilfen. „Sie fordern ein auf Sicht zu fahren, während wir im Blindflug gleiten.“

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