21.12.2021 14:51 |

Land und AMS alarmiert

Weststeirischer Autozulieferer: Kündigungen drohen

Nach der Hiobsbotschaft im November, wonach der Autoteile-Zulieferer STS-Formtechnik in Bärnbach insolvent ist, drohen jetzt bis zu 55 Kündigungen. Soziallandesrätin Doris Kampus und AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe kündigen indes die Ausweitung der Insolvenz-Stiftung an.

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Am 25. November wurde über das Vermögen des Unternehmens STS Formtechnik GmbH mit Sitz in Bärnbach ein Sanierungsverfahren eröffnet. Das Unternehmen fertigt in erster Linie Blech- und Stanzteile sowie weitere Metallbauten, dabei handelt es sich vor allem um Vorprodukte für Magna, bislang ein Großauftraggeber der STS.

Hintergründe
Anfang 2021 kam es ausgelöst durch die Coronakrise zu starken Rohmaterialpreissteigerungen, welche die Liquidität nachhaltig negativ beeinflussten. Gespräche über Beteiligungen zeigten nicht den gewünschten Erfolg.

Löhne ausständig
Die Novemberlöhne samt Weihnachtsgeld konnten nicht mehr fristgerecht bedient werden. Und auch sonst schaut es düster aus: „Am Montag erfolgte ein vorgezogener Termin bei Gericht; dass ein Mitarbeiter-Abbau passieren muss, wurde da unter anderem besprochen“, so Georg Ebner vom KSV (Kreditschutzverband) zur „Krone“. Eine der kolportierten Gründe: Produktionslinien bei Magna sollen an einen anderen Standort verlegt werden.

Land und AMS reagieren
“Wir werden alles Menschenmögliche unternehmen, damit die Betroffenen so schnell wie möglich wieder Arbeit in ihrer Region finden können“, betont Soziallandesrätin Doris Kampus in einer ersten Stellungnahme am Dienstag.

120 Euro mehr
„Mit unserer Insolvenz-Stiftung können wir rasch und effektiv helfen“, führt Kampus weiter aus. Zur Erinnerung: Mitte des Jahres wurde die „Steirische Arbeitsförderungsgesellschaft“ als zentral koordinierende und abwickelnde Stelle gegründet, um Betroffenen in dieser schweren Situation schnell wieder Hoffnung zu geben. Durch die Insolvenz-Stiftung wird das Arbeitslosengeld zusätzlich um monatlich 120 Euro aufgestockt.

Zitat Icon

Durch die Insolvenz-Stiftung wird das Arbeitslosengeld zusätzlich um monatlich 120 Euro aufgestockt

Landesrätin Doris Kampus

Details zur Hilfe
Die Insolvenzstiftung ist mit insgesamt 4,67 Millionen Euro dotiert. Die Kosten tragen jeweils zur Hälfte das Sozialressort des Landes Steiermark und das Arbeitsmarktservice. Abgewickelt wird die Stiftung von der Steirischen Arbeitsförderungsgesellschaft, die für die einzelnen Qualifizierungsmaßnahmen mit „Movement“, einem Partner mit langjähriger Erfahrung im Aus- und Weiterbildungsbereich kooperiert. Nähere Infos sind hier zu finden.

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