Niemand griff ein

Skandal um Katar-Sender nach homophobem Sager

Skandal um den katarischen TV-Sender BeIn-Sports. Der frühere ägyptische Nationalspieler Mohamed Aboutrika (43) bezeichnete in einer Live-Sendung Homosexualität als eine „gefährliche Ideologie“. Das Thema kam auf, als eine neue inklusionsfördernde Aktion der englischen Premier League diskutiert wurde. Niemand im Studio griff ein und widersprach den Aussagen des Ex-Kickers.

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Die zwischen dem 27. November und dem 2. Dezember laufende Regenbogen-Armband-Kampagne der Premier League wird von allen Vereinen der Liga unterstützt, was auch bei den Spielen im besagten Zeitraum zu sehen ist. Aboutrika, der als Experte auf beIN Sports am Wochenende über die Kampagne sprach und als einer der berühmtesten Fußballer Ägyptens gilt, sagte diesbezüglich Folgendes: Homosexualität „ist nicht mit dem Islam vereinbar“.

Der TV-Sender BeIN Sports, der eine große Reichweite im gesamten Nahen Osten hat, verfügt über die TV-Übertragungsrechte der  Premier-League-Spiele im arabischen Raum. „Unsere Rolle besteht darin, diesem Phänomen, der Homosexualität, entgegenzutreten, denn es ist eine gefährliche Ideologie, die auch böse wird: Die Leute schämen sich nicht mehr dafür“, fügte Aboutrika hinzu. Niemand im Studio reagierte.

In einer Erklärung reagierte ein Sprecher der beIN Media Group auf die internationale Kritik: „Als globale Mediengruppe vertreten und unterstützen wir Menschen, Anliegen und Interessen jedweder Herkunft, Sprache und Kulturerbes in 43 sehr unterschiedlichen Ländern, wie wir jeden Tag zeigen.“ Auf die Frage des Nachrichtensenders „CNN“, ob der 113-facher Nationalspieler auch in der Zukunft als Experte herangezogen wird, wollte der Sprecher nicht eingehen. Aber laut „Daily Mail“ wird Aboutrika jetzt abgesetzt.

Übrigens: Katar veranstaltet in einem Jahr die Fußball-WM. 

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