27.11.2021 11:47 |

„Attacke abgewehrt“

Polen verhinderte erneut Übertritte aus Belarus

Der Grenzschutz in Polen hat am Freitag mehr als 200 Versuche von Migranten registriert, von Belarus aus illegal die Grenze des EU-Mitgliedstaats zu überschreiten. Sechs Ausländer aus Georgien und Russland seien festgenommen worden. An einem Abschnitt bei Bialowieza hätten die Beamten „eine Attacke auf die Grenze“ durch eine Gruppe von rund 100 Personen abgewehrt. Indes hielt der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko eine flammende Rede vor Migranten. Hunderte Iraker verließen nach gescheiterten Grenzübertritten Belarus.

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Da Polen weder Journalisten noch Hilfsorganisationen in das Grenzgebiet lässt, können die Angaben nicht unabhängig überprüft werden. Ein Sprecher des Innenministers und Geheimdienstkoordinators Mariusz Kaminski begründete dies im Fernsehsender Polsat damit, dass die Lage in der Grenzregion unruhig und zeitweise auch gefährlich sei. Man bereite eine neue Regelung für die Anwesenheit von Medienvertretern vor.

Seit Wochen versuchen Tausende Migranten, von Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

Lukaschenko besuchte Flüchtlingscamp
Alexander Lukaschenko hat vor der berüchtigten Lagerhalle an der polnischen Grenze eine Ansprache gehalten und den Migranten Unterstützung zugesagt. Er werde nicht aufhören, an westliche Staaten zu appellieren, tönte er umringt von Flüchtlingen und Journalisten (siehe Video oben).

Hunderte Iraker verließen Belarus
Nach wochenlangem Ausharren in Belarus an der Grenze zu Polen sind erneut Hunderte Migranten in ihre Heimat Irak zurückgekehrt. Eine Maschine vom Typ Boeing B747-400 der Fluggesellschaft Iraqi Airways mit Zielort Erbil hob am Samstag vom Flughafen Minsk ab. Die Rückführungen erfolgen nach Angaben der Betroffenen freiwillig, weil sie keinen Weg einer Aufnahme in der EU mehr sehen. Zuletzt gab es bereits mehrere solcher Flüge.

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