Glücklich endete ein Nachteinsatz der Bergrettung Tux-Lanersbach auf der Wandspitze in den Tuxer Alpen in Tirol für einen holländischen Schneeschuhwanderer: Der unverletzte Tourist, der im felsigen, verschneiten Gelände feststeckte, wurde von den Einsatzkräften aus rund 2500 Metern auf tief verschneitem Terrain ins Tal gebracht.
Der Holländer war am Montag schon am Morgen von Juns im Tuxer Tal zu einer ausgedehnten Schneeschuhwanderung aufgebrochen. Als Ziel hatte er die Wandspitze (2614 m) anvisiert. Doch die Stunden vergingen und der Neuschnee machte dem Niederländer mehr und mehr zu schaffen. Dazu kam die einbrechende Dunkelheit: Gegen 18 Uhr wurde dem Mann seine Situation zu gefährlich, er kontaktierte seinen Vermieter.
Mann suchte Schutz bei Arbeitscontainern
Über die Polizei in Mayrhofen wurde die Bergrettung Tux-Lanersbach alarmiert. „Wir sind von der Bichlalm zu dem Mann aufgestiegen“, erzählt Stefan Pichlsberger, Ortsstellenleiter der Bergrettung Tux-Lanersbach.
Dabei mussten sich die Einsatzkräfte durch teilweise 50 Zentimeter Neuschnee kämpfen. Der Schneeschuhwanderer, der zunehmend unter den Temperaturen und dem Wind litt, hatte inzwischen im Bereich von Arbeitscontainern der Wildbachverbauung ein wenig Schutz gefunden. Nach etwas mehr als einer Stunde Gehzeit erreichten sie den unverletzten Holländer.
„Wir haben den Mann am Seil gesichert und sind mit ihm abgestiegen“, informiert Stefan Pichlsberger. Holländer und Einsatzkräfte kamen schließlich auch sicher im Tal an.
Es war richtig, dass er Alarm schlug.
Stefan Pichlsberger
„Es war richtig, dass er Alarm schlug“, sagt der Bergretter. „Wäre der Mann auf eigene Faust weitergegangen, hätte das wohl böse geendet - vermutlich mit einem Absturz über die Felsen.“
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