Explosiver Fund

NÖ: Neonazi hortete Dutzende Waffen in Wohnhaus

Niederösterreich
09.11.2021 10:21

Ein 53-Jähriger aus dem Bezirk Baden hat illegale Waffen und mehr als 1200 Kilogramm Munition gehortet. Sieben Rohrbomben, eine Handgranate sowie NS-Devotionalien wurden laut Angabe der Polizei unter anderem sichergestellt. Gegen den Niederösterreicher und seine gleichaltrige Ehefrau wurde an Ort und Stelle ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Beide waren nicht geständig. Sie wurden angezeigt.

Wegen des Verdachts der nationalsozialistischen Wiederbetätigung startete das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Niederösterreich die Ermittlungen. Der Beschuldigte soll zahlreiche Dateien mit NS-Bezug in Internetforen versendet haben. 

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Ein Großteil der genannten Schusswaffen befand sich bei der Sicherstellung in geladenem Zustand.

Landespolizeidirektion Niederösterreich

Schießende Kugelschreiber und Co.
Bei der Hausdurchsuchung des Niederösterreichers und seiner Ehefrau wurden schließlich verbotene Waffen und -teile, Kriegsmaterial und Schalldämpfer entdeckt. Auch Maschinengewehre, sechs Maschinenpistolen, ein Sturmgewehr, ein Scharfschützengewehr, Pumpguns, mehrere Revolver und Pistolen, Langwaffen sowie sogenannte schießende Kugelschreiber, die zu den verbotenen Waffen zählen, wurden gefunden. 

Büste von Erwin Rommel
Sichergestellt wurden zudem verschiedene Hieb- und Stichgegenstände, Pfeffersprays, Elektroschockgeräte und asiatische Nahkampfwaffen. Gefunden wurden auch 20 Kilogramm Schwarzpulver und diverse pyrotechnische Gegenstände. Neben der illegalen Waffen konnten von den Beamten auch ein Stahlhelm mit Hakenkreuz sowie Orden, Münzen sowie eine Büste von Erwin Rommel gefunden werden.

Das Ehepaar wurde umgehend angezeigt, geständig sind sie jedoch nicht. „Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf etwaige Hintermänner“, heißt es seitens der Polizei.

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