Auto mit Handbedienung

Der Red Bull Ring bekommt wohl neue „Benzinbrüder“

Steiermark
08.11.2021 09:30

Querschnittlähmung ist ab sofort in Spielberg kein Hindernis mehr. Para-Dressurreiter Pepo Puch, der ehemalige Skispringer Lukas Müller und einige weitere testeten vorab am Red Bull Ring die Rennboliden mit Handbedienung und den bis zu 420 PS.

„Mission Handgas!" Unter diesem Motto stellte der Red Bull Ring ein neues Projekt, das es ermöglicht, dass Menschen mit Querschnittlähmung in Spielberg Vollgas geben, vor.

„Eine Querschnittlähmung ist nicht das Ende, es geht immer weiter!“, sind sich Para-Dressurreiter Pepo Puch und der ehemalige Skispringer Lukas Müller einig. Das bewiesen das Duo und weitere Para-Sportler wie Markus Gfatterhofer am Red Bull Ring. Ab sofort stehen sechs Equipments für Handbedienungen im Auto zur Verfügung. Diese ermöglichen es, die Porsche mit bis zu 420 PS über die Rennstrecke zu pilotieren.

Markus Gfatterhofer, Lukas Müller und Thomas Morgenstern (v. li.) gaben unter der Anleitung von Instruktor Reini Sampl Gas. (Bild: Michael Gratzer)
Markus Gfatterhofer, Lukas Müller und Thomas Morgenstern (v. li.) gaben unter der Anleitung von Instruktor Reini Sampl Gas.

Eigentlich ist der Grazer Pepo Puch „nur“ eine Pferdestärke gewohnt. Am Ring zeigte er, dass er’s auch mit mehr PS unterm Hintern kann. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt. Red Bull macht Inklusion echt toll. Aber ich beherrsche ja nicht einmal das eine PS total“, zwinkerte der diesjährige Paralympics-Silberne. „Ein Vorteil des Porsche: Er hat, anders als das Pferd, kein Gedächtnis und ist nach Fehlern nicht nachtragend in der nächsten Kurve.“

Para-Reiter Pepo Puch fand am Red Bull Ring Gefallen am Steuer des Porsche. (Bild: Michael Gratzer)
Para-Reiter Pepo Puch fand am Red Bull Ring Gefallen am Steuer des Porsche.

Mit bis zu 200 km/h
Begeistert von Slaloms, den Drifts und den Fahrten am Ring zeigte sich auch Lukas Müller. „Weltklasse, auf vielen Ebenen! Etwas anderes als Superlative wäre untertrieben.“ Unter professioneller Anleitung von Ex-Formel-1-Pilot Patrick Friesacher und Reini Sampl, selbst auf den Rollstuhl angewiesen und erfolgreicher Paralympics-Sportler, ging es mit bis zu 200 km/h über die Rennstrecke. Da war auch Ex-Skispringer Thomas Morgenstern begeistert.

Ex-Formel-1-Fahrer Patrick Friesacher (li.) zeigt am Ring die beste Linie. (Bild: Lucas Pripfl/Red Bull Content Pool)
Ex-Formel-1-Fahrer Patrick Friesacher (li.) zeigt am Ring die beste Linie.

„Für mich ist es eine Sensation, dass ich wieder selbst Schritte gehen kann. Das Training hab ich nie sein gelassen“, ist Müller, der seit einem Sturz am Kulm im Jänner 2016 im Rollstuhl sitzt, stolz. Am Ring wird man ihn nach der Premiere wohl wieder sehen. „Ich werde nun vermutlich ein Benzinbruder!“ 

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