24.10.2021 10:00 |

Sorge vor AKW

44 steirische Gemeinden machen gegen Krsko mobil

Ein starkes Zeichen setzten die politisch Verantwortlichen aus den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz: Bei der Regionalversammlung wurde einstimmig beschlossen, den von der „Krone“ und Global 2000 angeführten Widerstand gegen das Schrott-Kernkraftwerk im slowenischen Krško zu unterstützen. Gerade die grenznahen Regionen wären bei einem Unfall unmittelbar betroffen.

Nicht immer gibt es so viel politische Einigkeit wie bei diesem Thema. Erst am Dienstag bekundeten im steirischen Landtag alle Parteien ihre Ablehnung von Kernkraft im Allgemeinen und den gefährlichen, weil auf Erdbebenlinien stehenden Meilern in Krško (Slowenien) und Paks (Ungarn) im Besonderen.

Alle 44 Gemeinden sind an Bord
Nur wenige Tage später zeigte sich auch die Kommunalpolitik geschlossen: Alle 44 Gemeinden der Region Südweststeiermark stimmten bei der Versammlung im Gabersdorf dafür, die Petition von Global 2000 gegen den Weiterbetrieb sowie den geplanten Ausbau des AKW Krško zu unterzeichnen und die Bedenken auch bei den zuständigen Stellen im Bund und Land zu deponieren. „Es gibt Sorgen in der Bevölkerung“, sagt der Vorsitzende Joachim Schnabel, Bürgermeister von Lang.

Die Region hat auch historisch schlechte Erfahrungen mit Kernkraft gemacht. Ein Rückblick in das Jahr 1986: Damals explodierte der Reaktor in Tschernobyl (Ukraine), die radioaktive Wolke entlud sich durch Regen besonders stark im weststeirischen Koralmgebiet.

Wie berichtet, hat die Petition von Global 2000 und „Krone“ bereits die Marke von mehr als 50.000 Unterstützern geknackt - und es werden immer mehr.

Jakob Traby
Jakob Traby
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