14.10.2021 13:13 |

2G-Regel in Hessen

Bald kein Einkaufen mehr für deutsche Ungeimpfte?

Ist Einkaufen in Hessen für Ungeimpfte bald unmöglich? Am Dienstag verkündete der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier nach der Beratung des Corona-Kabinetts die umstrittene Neuerung: Mit der 2G-Regelung soll es in ausgewählten Einzelhandelsgeschäften in Zukunft möglich sein, dass Kunden ohne Maske und Abstand einkaufen können. Ungeimpfte Personen müssten hingegen, auch wenn sie getestet sind, draußen bleiben.

Noch gelten deutschlandweit die gängigen Corona-Regeln in Supermärkten: Abstand halten und Maske tragen. Doch was für viele im Moment noch kaum vorstellbar ist, könnte schon bald Realität werden, denn derzeit wird die 2G-Regelung für den Einzelhandel diskutiert. Supermärkten soll es somit erlaubt werden, frei zu wählen, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene in ihr Geschäft lassen wollen, oder eben nicht. Entstanden sei die optionale 2G-Regelung auf Wunsch der Branchen, hieß es in der Pressemitteilung der hessischen Staatskanzlei.

Infektionsrisiko über Lebensmittel unbekannt
Aktuell sind deutschlandweit 65,3 Prozent der Einwohner geimpft. Sollten die großen Supermärkte wie Aldi, Edeka, Rewe und Lidl von der neuen Regelung Gebrauch machen, könnten rund 35 Prozent der Gesamtbevölkerung nicht mehr einkaufen gehen. Laut einer Studie der Technischen Universität Berlin gehe man davon aber nicht aus: Zwar gelten geschlossene Räume als Risikobereich, allerdings sei die Gefahr im Handel zum Beispiel deutlich geringer als in Büros - abhängig von der Belegung.

Auch sei laut Einschätzung des Bundesamtes für Risikobewertung ein Corona-Infektionsrisiko über Lebensmittel bislang unbekannt.

Hannah Tilly
Hannah Tilly
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