14.10.2021 07:10 |

Westen und Osten gelb

Corona-Ampel: Höchstes Risiko in Salzburg

Die Mitte ist aktuell das Corona-Problemfeld in Österreich. Denn nur die beiden westlichsten Bundesländer Vorarlberg und Tirol sowie Wien und das Burgenland ganz im Osten werden von der Ampel-Kommission laut deren Arbeitsdokument am Donnerstag in die gelbe Zone mit mittlerem Risiko eingestuft. Im Rest des Landes besteht hohes oder sehr hohes Risiko, was mit der Farbe Orange bzw. Rot abgebildet wird. Die höchste aktuelle Risikozahl, die alle Faktoren berücksichtigt und über die Einstufung entscheidet, weist Salzburg mit 103,1 auf.

Damit könnte das Bundesland sogar rot geschaltet werden, also in den Sektor des sehr hohen Risikos rutschen. Nur wenig besser liegt Oberösterreich mit 97,3. Den aktuell besten Wert hat das Burgenland mit 38,1. Niederösterreich wechselt diese Woche vom mittleren ins hohe Risiko. Dafür verbessern sich Vorarlberg, Tirol und Wien in die andere Richtung.

Salzburg hatte auch bei der rohen und der risikoadjustierten Fallzahl, die weitere Risiken abdeckt, in der vergangenen Woche die schlechtesten Werte. Die niedrigsten Inzidenzen gab es in Vorarlberg. Hier ist auch der 14-Tage-Trend rückläufig, genauso wie in Wien. Nach oben ging der Trend dagegen im Burgenland, in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg.

Höchste Fallzahlen in Tamsweg im Lungau
Die höchsten Fallzahlen gibt es neuerdings in Hallein gefolgt von Braunau und Scheibbs. Alle drei Bezirke waren in der Corona-Pandemie immer wieder einmal auffällig geworden. Bei der risikoadjustierten Inzidenz ist Tamsweg im Lungau mit 720 einsamer Spitzenreiter. In der Testregion Vorarlberg, wo Schule mittlerweile ohne Testen abläuft, sind alle Bezirke in beiden Bewertungen unter der Inzidenz von 100.

Was die Belegung der Intensivstationen angeht, ist Wien sowohl aktuell als auch in der Prognose mit dem höchsten Wert belastet. Bei exakt null lag zuletzt die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Burgenland. Weniger erfreulich ist der Trend der Neuinfektionen bei der besonders gefährdeten älteren Generationen. Bei den Über-65-Jährigen wurde österreichweit ein Plus von 20,3 Prozent registriert.

Fast jede zweite Corona-Infektion in Wien ohne Symptome
Nicht viel Neues gibt es bei der Testaktivität. Die Wiener haben vergangene Woche bei Weitem am meisten getestet, die Tiroler wie mittlerweile üblich am wenigsten. Dass in der Bundeshauptstadt die vergleichsweise meisten asymptomatischen Fälle (48 Prozent) registriert wurden, überrascht angesichts des fleißigen Testens wenig. Der Bundesschnitt liegt bei 33 Prozent. Wien kann sich auch über den zweitbesten Wert hinter dem Burgenland bei abgeklärten Fällen freuen.

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