04.10.2021 07:56 |

Industrie 4.0

Mit Lisa wird Flex zu Kärntens neuem Leuchtturm

Von Flex Althofen kommen meist gute Nachrichten - etwa, dass wieder dringend Mitarbeiter gesucht werden, weil der Standort erneut wächst. Der jüngste Coup katapultiert das High-Tech-Unternehmen aber in eine neue Kategorie: Als erste Fabrik Österreichs wurde Flex vom Weltwirtschaftsforum als „Lighthouse“ veredelt.

Geschäftsführer Martin Reiner, der das Zepter in Althofen im Vorjahr übernommen hatte, hat trotz Corona und Chip-Krise gut lachen: Sein Flex-Standort ist im Mutterkonzern so fest verankert, dass man die Kärntner Filiale ins Rennen um die Anerkennung als Leuchtturm der Industrie 4.0 schickte.

Bei den Großen dabei
„Nur 90 Firmen weltweit werden als Lighthouse geehrt“, so Reiner. „Darunter Big Player wie BMF, Bosch oder Henkel.“ Das Weltwirtschaftsforum sowie McKinsey zeichnen Unternehmen aus, die den Sprung in die digitale Welt schaffen - und die Mitarbeiter mitnehmen.

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Industrie 4.0 bedeutet bei uns, dass wir Daten in Echtzeit bearbeiten und so besser reagieren können. Das gesamte Team weiß Bescheid.

Martin Reiner, Flex-Geschäftsführer

Automatisierung ist kein Job-Killer
Flex-Managerin Iris Leitgeb: „Viele haben Angst vor der Automatisierung, vor Jobverlust. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Wir wachsen weiter.“ Während und trotz Corona, das für einen Schichtbetrieb herausfordernd ist, wurde auf 950 Mitarbeiter ausgebaut, weitere werden gesucht. Das Potenzial in der Entwicklung von Tech- und Medizinprodukten – derzeit arbeitet Flex unter oft großer Geheimhaltung an etwa 500 Produkten für 30 Top-Kunden – ist enorm.

Ökobilanz im Fokus
Viele Auftraggeber legen auch Wert auf die Ökobilanz und den ethischen Umgang mit der Belegschaft. Bereiche, in denen Althofen punkten kann. Eine neue Mitarbeiterin ist derzeit übrigens besonders beliebt, wie Digitalisierungsprofi Martin Stefan berichtet: „Unsere Lisa – ein virtuelles Assistenzsystem, dem wir Namen und ein Gesicht verpasst haben.“ Der Line Stop Assistant soll entlasten und Fehler minimieren; und ist als Pappfigur nicht nur beim „Krone“-Besuch beliebtes Fotomotiv.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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