25.09.2021 13:00 |

Krone gratuliert

Max Sturm, eine Tiroler Legende ist 90

Elektrotechniker, Redakteur, Fotoreporter, Gründer der Tiroler Journalisten-Tennismeisterschaften, passionierter Sportler und „Hobbymaler“: Die Zeilen reichen hier nicht aus, um aufzuzählen, was Max Sturm, der am Samstag 90 Jahre alt wird, alles im Leben erreicht hat.

Steigt man im achten Stock im ehemals höchsten Hochhaus Innsbrucks aus dem Lift, wird man von Max Sturm an seiner Wohnungstür erwartet. Die Begrüßung ist ein joviales „Servus“ inklusive eines kräftigen Händedrucks. Seit nunmehr 52 Jahren lebt der heute 90-Jährige mit den strahlenden blauen Augen und dem asketisch wirkenden Körperbau eines Profisportlers dort.

Die gemütliche Wohnung ist ein Spiegelbild seines mehr als bewegten Lebens. Hier wuchsen seine vier Kinder Susanne, Katrin, Peter und Max auf, hier präsentiert er aber auch zwei seiner vielen Passionen. Zum einen Fotos, die er im Laufe seines Lebens als Leiter der Post-Bildstelle und als Redakteur verschiedenster Tiroler Printmedien anfertigte. Zum anderen hängen dort etliche von ihm gemalte Landschaften und Porträts.

Der passionierte Maler
2007 brachte ihn eine Freundin zur Malerei, welche meinte: „Du hast als Fotograf bewiesen, dass du das Auge für Bildgestaltung hast, versuche es doch mit der Malerei.“ Da das Interesse auf „Neues“ auch einen wesentlichen Teil seines Charakters darstellt, ließ er sich auf diesen Ratschlag ein. Eigentlich wollte der 1931 in der Wiltener Mentlgasse Geborene entweder Koch oder Schauspieler werden. Diese Berufswünsche waren aber nicht im Sinne seines Vaters. Max begann deshalb 1945 eine Lehre zum Elektrotechniker. Nach der Gesellenprüfung wurde er von der Post als Schwachstromtechniker übernommen.

Der rasende Reporter
Im Wählamt Innsbruck wurde er der Nebenstellenwartung zugeteilt, bei der er bis 1976 blieb. 1976 war das Jahr, in welchem die zweiten Olympischen Winterspiele in Innsbruck stattfanden. Der Elektrotechniker war seit den 1960er Jahren Sportredakteur und Fotograf bei Printmedien und somit bei den Wettkämpfen vor Ort. Sein Hauptarbeitgeber, die Post- und Telegrafenverwaltung, erkannte hier das Potenzial und bot ihm die Foto-Bildstelle in der Hauptpost Innsbruck an. Sturm war Jahrzehnte lang bei so gut wie bei allen Sportveranstaltungen im Land als Journalist dabei. Spannend wird es, wenn er über seine Erfahrungen in der „analogen Zeit“ zu erzählen beginnt.

Fotojournalismus früher
„Im dunklen Kleiderkasten der Hotels haben wir die Filme in Entwicklerdosen eingelegt und ausgearbeitet. Die Negative wurden dann im Bad, welches als Dunkelkammer adaptiert wurde, entwickelt. Am frühen Morgen wurden die Fotos zum Zug gebracht, die dann am Bahnhof Innsbruck abgeholt wurden. Am darauffolgenden Tag erschienen sie in den Zeitungen“, erinnert der ehemaligen Redakteur.

Austellung: 90 Jahre Sturm
Im Bildungshaus Seehof auf der Innsbrucker Hungerburg läuft noch bis 22. Oktober (jeweils Montag bis Freitag, 10–17 Uhr) die Jubiläumsausstellung „90 Jahre Sturm“.

Hubert Berger
Hubert Berger
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