04.09.2021 11:01 |

„Club 3“ auf krone.tv

„Wir zeigen mit dem neuen Format Muskeln“

Die Chefredakteure von „Krone“, „Kurier“ & „profil“ diskutieren ab heute in „Club 3“ (20.15, krone.tv) mit Gästen aus Politik, Wirtschaft & Medien. Zum Auftakt stellt sich ORF-Chef Roland Weißmann den Fragen von Klaus Herrmann, Christian Rainer und Martina Salomon.

Die geballte Medien-Power von „Krone“, „Kurier“ und „profil“ vereint sich künftig wöchentlich in dem neuen Format „Club 3“. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien stellen sich jeden Samstag in der Primetime von krone.tv sowie am Sonntagvormittag dem Kreuzverhör der Chefredakteure Klaus Herrmann (Kronen Zeitung), Martina Salomon („Kurier“) und Christian Rainer („profil“) bzw. wahlweise deren Stellvertreter.

Davor wird krone.tv-Politik-Frontfrau Katia Wagner in das Thema der jeweiligen Sendung führen - danach die Chefredakteure zur großen Analyserunde bitten. „Deswegen gefällt mir dieses Format so gut. Dass wir nicht nur mit den Talk-Gästen sprechen, sondern danach auch über sie und das ganze Gespräch. Viele Interviewte versuchen auszuweichen, möglichst unkonkret zu sein. Wir arbeiten das in der Analyse auf und stellen Dinge klar“, so der Geschäftsführende „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann.

Eine sinnvolle Zusammenarbeit
Gedreht wird im altehrwürdigen Wiener Rathauskeller, der mit der Politik so verbunden ist wie wenige andere Orte in Österreich. So manche politische Mauschelei wurde dort schon gemacht, nun werden diese an selber Stelle aufgezeigt. Produziert wird die Sendung als Co-Produktion von krone.tv und schautv - und auch auf beiden Sendern ausgestrahlt. krone.tv-Chef Max Mahdalik: „Wir sind sehr stolz, so ein hochkarätiges Politik-Format gemeinsam umsetzen zu dürfen. Die Zuseher werden die extrem moderne Umsetzung, die Location und besonders das Format der Fragestellung lieben. Die Zusammenarbeit macht für uns sehr viel Sinn, und wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.“

60 Minuten wird die Hauptsendung dauern, danach folgt die 30-minütige Analyse. „Wir bieten ein gewisses Infotainment. Hier kann der Zuschauer auch hinter die Kulissen blicken, wie wir Journalisten ticken, wie wir jemanden beurteilen“, so Salomon. „Es legen sich immer mehr Interviewpartner eine Teflon-Schicht an. Es wird immer schwieriger, aus den Menschen etwas herauszulocken - genau deshalb glaube ich, dass ein Analyse-Gespräch nach so einem Talk auch immer wichtiger wird.“

Gebührenerhöhung und digitales Angebot
Als erster Gast wird heute (20.15 Uhr) der neue ORF-Chef Roland Weißmann im Studio begrüßt. Im Jänner 2022 wird er die Leitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von seinem Vorgänger Alexander Wrabetz übernehmen. Der Ausbau des digitalen Angebots steht vor allem im Fokus - die „Streaming-Lücke“ soll geschlossen und auch die GIS-Gebühr erhöht werden.

Um wie viel, das stehe noch nicht fest, aber: „Eine gewisse Anpassung wird es geben.“ Rund zehn Prozent betrage die Inflationsanpassung für fünf Jahre, bisher habe man diesen Rahmen bei der Gebührenerhöhung aber nicht ausgenutzt. Will Weißmann das jetzt nachholen? Nein, aber: „Wir wollen die Lieblingsprogramme der Österreicher weiter finanzieren und müssen schauen, was machbar ist.“

Was hält Rainer von dem Gespräch? „Solche Formate sind jetzt besonders wichtig. Weil man einem ORF Paroli bieten muss, der nun von einem Generaldirektor geleitet wird, der direkt vom Bundeskanzler bestellt wurde, während sein Vorgänger politisch auf der anderen Seite stand. Umso wichtiger ist es, dass wir solche Sendungen machen: um in diesem unebenen, nicht GIS-finanzierten Bereich, in dem wir arbeiten, zu zeigen, was wir sind und was wir können.“ Der Angst, der ORF könnte es mit Weißmann an der Spitze bei neuen Gesetzen leichter haben, weil er als der favorisierte Kandidat der ÖVP gilt, entgegnet der zukünftige Generaldirektor: „Ich bin nicht der Kandidat einer Partei, ich bin der Kandidat für die Führung des ORF.“

Spannend wird der neue Talk also allemal, für den es eine übermediale Zusammenarbeit gab, die in dieser Form in Österreich neu ist, betont Herrmann: „Es ist ein wichtiges Zeichen nach außen, um bis hin zur Politik zu signalisieren: ,Wir sind auch stark. Wir arbeiten auch zusammen. Wir können etwas.‘ Es ist wichtig zu zeigen, dass es auf dem Fernseh-Sektor nicht nur den ORF gibt. Wir müssen einfach Muskeln zeigen.“

Marie-Therese Leopoldsberger
Marie-Therese Leopoldsberger
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