Im Katastrophengebiet

Ybbs steigt rasant, Orte von Fluten eingeschlossen

Nachdem die Donau in Niederösterreich Hochwasser-Warnstufe erreicht hat, steigt nun auch die Ybbs rasant an. Der Grund: eine Gewitterlinie, die immer neuen Regen bringt. Die Westbahn dürfte in diesem Bereich gesperrt werden, in zwei Orten im Bezirk Amstetten wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Eine „Krone“-Leserin berichtet aus Neuhofen an der Ybbs. 

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Ein Video von Sonntagnachmittag (siehe oben) zeigt, wie eine Straße bei Neuhofen an der Ybbs gerade noch per Auto passiert werden konnte, bevor sie kurz darauf von den Fluten überspült wurde. „Jetzt geht nichts mehr, man kann nicht mehr fahren“, so eine Leserin zur „Krone“. „Nicht nur die Ybbs, alle Bäche rundherum sind übergelaufen, es ist sehr schwierig, raus- und reinzukommen. Wir versuchen jetzt, eine Straße wieder mit dem Traktor zu befahren.“

Zivilschutzalarm wurde ausgelöst
Der Ort Neuhofen ist damit de facto abgeriegelt, die Behörden haben dort und in Ferschnitz Zivilschutzalarm ausgelöst. Autos können weder zu- noch abfahren. Die Einwohner der betroffenen Orte wurden aufgerufen, in den oberen Stockwerken zu bleiben und auf jeden Fall Keller zu meiden.

Auch die Gemeinde Euratsfeld ist laut Feuerwehr besonders stark vom Hochwasser betroffen. Das Bezirksfeuerwehrkommando berichtete am frühen Sonntagnachmittag auf seiner Internet-Seite von 17 ausgerückten Feuerwehren und einer Vielzahl eingehender Notrufe.

80 Festbesucher vorübergehend von Wassermassen eingeschlossen
Auch in anderen Orten Österreichs waren Menschen von den Fluten eingeschlossen, wie etwa in der Kelchsau im Tiroler Unterland (Bezirk Kitzbühel). Straßensperren hatten hier für rund 80 Besucher eines Festes böse Folgen

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) lobte indes die Einsatzkräfte: „Seit vergangenem Freitag stehen nach Starkregenfällen und den folgenden Unwetterschäden Tausende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei insbesondere in Salzburg, Ober- und Niederösterreich, in Tirol und der Steiermark bei Hunderten Einsätzen im Dauereinsatz. Diese vielen Feuerwehrkräfte sowie Polizistinnen und Polizisten unterstützen und schützen die betroffenen Menschen mit ihrem vorbildhaften und entschlossenen Einsatz - ich danke ihnen ganz herzlich dafür.“

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