09.07.2021 14:30 |

Große Umfrage

Radler wünschen sich Verkehrsberuhigung in Graz

Mehr als 7000 Menschen mit Wohnsitz in Graz und Graz-Umgebung haben sich im Mai 2021 an einer Online-Mobilitätsumfrage beteiligt, die das Institut m(Research im Auftrag von Stadt Graz und Land Steiermark durchgeführt hat.

Laut Marktforscher Peter Maderl hat nicht nur die im Vergleich zu ähnlichen Erhebungen wesentlich höhere Beteiligung überrascht, sondern auch das hohe Involvement: Fast die Hälfte aller Umfrage-TeilnehmerInnen (3494 Personen) haben die Möglichkeit genutzt, persönliche Anregungen und Vorschläge zu formulieren.

93 Prozent orten Bedarf an Maßnahmen für Verkehrsberuhigung
Die zentrale Aussage der Umfrage ist eine Bestätigung des Kurses, den die Stadt Graz und das Land Steiermark mit der Radoffensive 2030 bereits vor zwei Jahren auf Initiative von Bürgermeister Siegfried Nagl und Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang eingeschlagen haben: 93 Prozent aller Befragungs-TeilnehmerInnen schätzen den Bedarf an Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, insbesondere mehr Radwege, zusätzlicher Grünraum und Begegnungszonen als sehr hoch (76 %) und eher hoch (17 %) ein.

Bürgermeister Siegfried Nagl sagt dazu: „Es ist eindrucksvoll, wie viele Menschen in Graz sich zum wichtigen Thema Radfahren und zu Verkehrsberuhigungsmaßnahmen geäußert haben und es zeigt, dass wir mit unserer Radoffensive, in die bis zum Jahr 2030 100 Millionen Euro fließen, auf dem richtigen Weg sind.“

Auch Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang freut sich: „Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, dass wir mit unser gemeinsamen Radoffensive den Nerv der Zeit getroffen haben. Die meisten Wege, die wir im Alltag zurücklegen, ob es der Weg zur Arbeit ist oder der Weg zum Einkaufen, betragen nicht mehr als rund fünf Kilometer. Eine Distanz, die mit dem Rad in den meisten Fällen viel schneller zu bewältigen ist als mit dem Auto. Ich bin davon überzeugt, dass je besser die Radverbindungen erschlossen sind, desto mehr Menschen werden sich auch auf das Rad schwingen.“

Für Verkehrsstadträtin Elke Kahr sind die Ergebnisse eine Bestätigung: „Die Umfrage zeigt, dass der Kurs in Sachen Mobilität stimmt. Mehr Radinfrastruktur und Verkehrsberuhigung, wie zuletzt am Lendplatz, wird schrittweise umgesetzt. Natürlich werde ich die eingebrachten Vorschläge ernst nehmen. Ziel ist es, die Fahrradstadt Graz, in der schon jetzt jeder fünfte Weg mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, noch radfahrfreundlicher zu machen.“

Unabhängigkeit und Umwelt sind die stärksten Motive
Ein überraschendes Ergebnis brachte die Frage nach den Gründen, in Graz das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu nutzen. Nicht der Umweltgedanke, sondern die Unabhängigkeit war das meist genannte Motiv: 90 % Flexibilität und Unabhängigkeit, 86 % Umweltfreundlichkeit, 84 % komme mit dem Fahrrad schneller an Ziel, 80 % Radfahren ist gesund und hält fit, 78 % kein Parkplatzproblem, 70 % kostengünstig, 69 % macht Spaß, 59 % Bestandteil meines Lebensstils.

Fehlende Infrastruktur hält am meisten vom Radfahren ab
Ein klarer Auftrag an die künftige Verkehrspolitik sind die Antworten auf die Frage, warum Menschen ihre Alltagswege in Graz nur selten oder nie mit dem Fahrrad zurücklegen. Hier die häufigsten Gründe: 48 % zu wenig Radinfrastruktur (Radwege, Radfahrstreifen), 31 % zu gefährlich, 23 % unbeständiges Wetter.

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