Es war gegen 23.30 Uhr, als sich ein Auto einer Kontrolle der Polizei auf der Unterinntaler Landesstraße im Ortsgebiet von Stans näherte. Wie die Beamten feststellten, mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Die Stoppzeichen eines Beamten ignorierte der Lenker und gab Gas. Was die Polizisten zum Anlass nahmen, in ihren Wagen zu springen und die Verfolgung aufzunehmen. Trotz starker Sichtbehinderung wegen des Nebels raste der Fahrzeuglenker weiter durch das Ortsgebiet. Bis zur Abzweigung zum Tenniscenter.
Mit Auto gegen Begrenzungsmauer
Dort bog der flüchtende Lenker ab und krachte mit dem Auto gegen eine Begrenzungsmauer. Daraufhin sprangen die vier Insassen aus dem Wagen und flüchteten zu Fuß weiter Richtung Wald. Doch das war es dann auch schon. Noch am Waldrand konnte das Quartett von den Polizisten erwischt werden.
Dann das Staunen bei den Beamten: Wie sich herausstellte, war der Lenker ein erst 13-jähriger Bub aus dem Bezirk Schwaz. Die Insassen waren noch zwei weitere Schüler und ein Mädchen. Wie die Erhebungen ergaben, hatte der Schüler den Wagen seiner Mutter ohne deren Wissen und unbemerkt in Betrieb genommen. Danach hatte der Lenker seine Mitfahrer an ihren Wohnadressen abgeholt, um sie zu dieser "Spritzfahrt" nach Schwaz mitzunehmen.
"Saudumme Aktion"
"Die Jugendlichen sind uns bisher nicht bekannt gewesen", erzählt Postenkommandant Karl Kraus. "Es war einfach eine saudumme Aktion, die glücklicherweise glimpflich ausgegangen ist."
von Werner Kriess, Tiroler Krone









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