15 Freunde aus der Umgebung Ulrichsberg im Mühlviertel (Oberösterreich) wollten sich am Samstag auf den Pisten im Alpendorf austoben. Weil das Wetter aber nicht so mit spielte, verbrachten sie schließlich mehr Zeit auf den Hütten als im Schnee. Es kam wie es kommen musste: Einer der Freunde (20), der gegen 18 Uhr allein ins Tal abfahren wollte, stürzte und rutschte über eine Böschung über den Pistenrand hinaus. Er kam neben einem Gebüsch zum Liegen und schlief angesichts seiner starken Alkoholisierung binnen weniger Minuten ein.
Suche per Quad und Pistenraupe
Seine Freunde, die schon beim Bus warteten, schlugen schließlich Alarm. "Anfangs waren überhaupt vier Skifahrer vermisst. Drei trudelten aber nach und nach im Tal ein. Wir sind dann mit unserem Quad und einer Pistenraupe hinaufgefahren. Mit Scheinwerfern leuchteten wir alles aus. Wir mussten extrem vorsichtig sein, weil noch so viele Skifahrer unterwegs waren", schilderte Bergretter August Prommegger.
"Er war offensichtlich stockbetrunken"
Seine Männer fanden den Vermissten schließlich zusammengekauert im Gebüsch. "Er war offensichtlich stockbetrunken. Wir brachten ihn zur Kreisten-Alm. Von dort konnten wir ihn mit dem Auto ins Tal fahren", so Prommegger. Der 20-Jährige blieb unverletzt. Es war nicht der erste derartige Einsatz: Vergangene Woche sammelte ein Raupenfahrer einen Betrunkenen auf der Piste auf. Und in Dorfgastein betranken sich zwei Tirolerinnen auf einer Skihütte bis zur Bewusstlosigkeit. Auch ihnen musste die Bergrettung zu Hilfe eilen.
Kronen Zeitung









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.