Dänemark hat als erstes Team nach zwei Niederlagen zum Auftakt das Semifinale erreicht. Am Mittwoch soll im Wembley-Stadion in London auch England aus dem Weg geräumt werden. Eriksen wird als emotionale Stütze mti dabei sein.
Die Dänen befinden sich bei dieser EM-Endrunde weiter im emotionalen Ausnahmezustand. „Wir haben Geschichte geschrieben“, schnaufte der Ex-Austrianer Jens Stryger-Larsen spätabends in Baku nach dem hart erkämpften 2:1 gegen Tschechien im Viertelfinale durch.
Damit steht Dänemark zum ersten Mal seit dem sensationellen Titelgewinn 1992 wieder in einem EM-Semifinale – als erste Mannschaft, die zum Auftakt zwei Niederlagen (0:1 gegen Finnland, 1:2 gegen Belgien) einstecken musste. Viel wichtiger: nach dem Drama um Christian Eriksen, der im ersten Spiel in Kopenhagen zusammengebrochen war und wiederbelebt werden musste, ist die Bindung in der Mannschaft noch enger geworden. „Ich denke jeden Tag an Christian“, verriet Teamchef Kasper Hjulmand. „Ich bin froh, dass er überlebt hat. Wir haben ihn nach Baku mitgenommen und werden ihn auch mit nach Wembley nehmen.“
Wembley, die Kathedrale des Fußballs, ist Mittwoch Schauplatz des zweiten Semifinales. In dem baut sich mit England just das Mutterland des Fußballs als letzte Hürde vor dem Finale auf. Die Dänen rechnen sich auch gegen die „Three Lions“ Chancen aus. „Wir wollten von Beginn an nach Wembley“, verriet Dortmunds Thomas Delaney, der ein herausragendes Turnier spielt. „Jetzt sind wir da, das ist schwer zu glauben.“
Enger Kontakt
Delaney steht wie seine Kollegen in engem Kontakt zu dem rekonvaleszenten Eriksen. „Er war der beste Spieler über viele Jahre, wir tragen ihn in unserem Herzen. Wir kämpfen immer noch damit. Aber ihn stolz zu machen, macht mich glücklich.“ Kapitän Simon Kjaer ergänzt: „Wir haben so viel durchgemacht, sind füreinander da. Dazu wissen wir, dass es Christian gut geht. Wir spielen für ihn.“ Auch in Wembley.
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