04.07.2021 09:00 |

Unerwartete Ereignisse

Die Natur bietet keine 100-prozentige Sicherheit

Dass sogar für vermeintlich 100 Prozent sichere Wanderwege ein Restrisiko besteht, zeigte schon 2013 ein tödliches Unglück am Wanderweg zum Stuibenfall in Umhausen.

Im Juli 2013 donnerten quasi wie aus dem Nichts Steine auf den beliebten und üblicherweise stark frequentierten Wandersteig zu Tirols höchstem Wasserfall. Der Weg ist regelmäßig gewartet und kontrolliert gewesen, Steinschlag hatte es zuvor in dem Bereich überhaupt noch nie gegeben.

Ein 59-jähriger Familienvater aus Hamburg wurde getroffen und starb vor den Augen seiner Frau und seiner Tochter. Der Weg musste anschließend komplett und auf Dauer gesperrt werden. Inzwischen hat man ihn durch eine neue Routenführung inklusive spektakulärer Hängebrücke ersetzt.

Höhere Gewalt
Der ebenfalls äußerst beliebte Wanderweg von Strass im Zillertal hinauf zur Wallfahrtskirche Maria Brettfall blieb freilich nur rund einen Tag lang gesperrt. „Der Landesgeologe hat sich die Situation genau angeschaut, am Tag nach dem Unfall hat in unserem Auftrag eine Fachfirma sämtliche losen Steine in dem Gebiet weggeräumt“, sagt die Strasser Vizebürgermeisterin Julia Valtingojer. Nichts – auch nicht die Wetterverhältnisse – hätten im Vorhinein auf den verhängnisvollen Steinschlag hingedeutet, betont sie. Laut Gutachten habe es sich um höhere Gewalt gehandelt.

„Hier gibt es keine Schuldigen, die Natur befolgt eben manchmal andere Gesetze“, meint Valtingojer. Seitens der Gemeinde sei man jedenfalls sehr froh darüber, dass das Unglück „relativ glimpflich“ ausgegangen sei.

Wie groß das Glück der Familie Litterst war, zeigt auch die Tatsache, dass der Stein ursprünglich deutlich größer war, aber während des Herabstürzens offenbar zerbarst.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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