02.07.2021 07:00 |

Wenig Impfwillige

Aufklärung soll die Impfquote heben

Salzburgs Impfstoff-Lager sind voll. Ob das Gelieferte auch sofort aufgebraucht werden kann, hängt von der Impfbereitschaft der Salzburger ab. Diese ist nämlich – vor allem bei den jüngeren Salzburgern – recht niedrig. Um das zu ändern, soll nun Aufklärungsarbeit geleistet werden: in Schulen, Unis und den Sozialen Medien.

In Österreich wird inzwischen jede Sekunde eine Covid-Impfdosis injiziert. Jetzt, da Vakzin-Knappheit kein Problem mehr darstellt, tut sich der nächste Mangel auf: Die Impfwilligen scheinen nun das knappe Gut zu sein.

Bei den Unter-30-Jährigen haben sich mehr als die Hälfte der Salzburger noch keinen Stich verpassen lassen. Auch die angekündigte Schwerpunkt-Impfaktion für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und zwanzig Jahren dürfte aufgrund der mangelnden Impfbereitschaft eher minimalistisch ausfallen. Da sich aber die Jungen noch am häufigsten mit dem Coronavirus anstecken, setzt das Land auf Aufklärung. „Wir versuchen, viele Informationen in die Bildungseinrichtungen zu bringen und hoffen, dass sich so doch noch viele jungen Menschen entscheiden, sich impfen zu lassen“, sagt Gesundheitsreferent Christian Stöckl.

So wurden Informationsblätter mit Argumenten für eine Impfung über die Bildungsdirektion an die Schulen ausgeschickt. Um die jungen Salzburger direkt zu erreichen, ist auch eine Werbekampagne in den Sozialen Medien angedacht. Diese muss aber erst geplant werden. Ein weiterer Versuch, mehr Salzburger zum Nadelstich zu bewegen: Eltern können sich nun gemeinsam mit ihren Kindern impfen lassen. Durch genügend immunisierte Salzburger soll eine vierte Welle im Herbst verhindert werden.

Delta-Variante bringt die Alarmbereitschaft
Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 2,7 ist Salzburg von einer vierten Welle gerade so weit entfernt wie schon lange nicht mehr. Trotzdem ist das Land wegen der ansteckenderen Delta-Mutation in Alarmbereitschaft. So sei wieder mit einer Steigerung der Ansteckungszahlen zu rechnen, wenn der Anteil der Delta-Variante auf über 40 Prozent klettert. Vergangene Woche war rund ein Drittel der neuen Fälle der Delta-Variation zugehörig. In England oder Israel ist die Mutation schon auf dem Vormarsch. Augenmerk wird im Sommer deswegen auch auf der Situation in den Urlaubsländern liegen.

Marie Schulz
Marie Schulz
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