Marathonsitzung

S34: Gegner mussten bis nach Mitternacht ausharren

Niederösterreich
30.06.2021 09:00

Ausdauer beweisen mussten die Aktivisten am Montag bei der Gemeinderatssitzung in St. Pölten. Wie berichtet, hatten sie im Vorfeld Proteste gegen den Bau der umstrittenen Traisental-Schnellstraße organisiert. Bis ihr Initiativantrag dann behandelt wurde, vergingen allerdings knapp zehn Stunden. Und er wurde abgelehnt.

„Es war zu erwarten. Aber der Schritt war dennoch wichtig.“ Dass lediglich die Grünen, Neos und VP-Mandatar Josef Brader den Initiativantrag „Stopp S 34“ im St. Pöltner Gemeinderat unterstützten, war für Initiatorin Romana Drexler keine Überraschung. Eine leise Hoffnung auf ein Umdenken der Stadtregierung gab es aber dennoch, immerhin wurden für den Antrag in kürzester Zeit über 1500 Unterschriften gesammelt. „Wir haben zumindest ein starkes Zeichen gesetzt“, resümiert Drexler.

Im St. Pöltner Gemeinderat waren trotz später Stunde zahlreiche Gegner noch vor Ort. (Bild: privat)
Im St. Pöltner Gemeinderat waren trotz später Stunde zahlreiche Gegner noch vor Ort.

„Wurden als weltfremd hingestellt“
Bei der Sitzung, die um 15.30 Uhr begonnen hatte, wurde der Antrag als letzter von 37 Tagesordnungspunkten erst deutlich nach Mitternacht behandelt. Dennoch waren etliche Aktivisten bis dahin geblieben. „Um eine frühere Zeit wären es weit mehr gewesen. Aber viele müssen bereits um 5 Uhr Früh wieder arbeiten“, so Drexler. Die verbliebenen S-34-Gegner reagierten dann teilweise äußerst emotional auf Aussagen mancher Politiker. „Wir wurden mitunter als weltfremd hingestellt. Da gab es dann schon Rufe aus dem Publikum“, erklärt Drexler.

Kein Verständnis
Deutlich weniger Verständnis dafür hat SP-Vizebürgermeister Harald Ludwig. „Es kann nicht sein, dass Mandatare ausgebuht und beleidigt werden, nur weil sie eine andere Meinung vertreten. Das ist nicht Sinn der Teilnahme am Gemeinderat“, so Ludwig, der die S 34 vor allem als wesentliche Entlastung der Mariazeller Straße sieht.

Neue Petition
Die Aktivisten wollen indes weiter kämpfen: Mit einer neuen Online-Petition, die sich dieses Mal an Land und Bund richtet.

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