Rettendes Blut
F: Erstes Designer-Baby geboren - um Bruder zu heilen
Nach einer künstlichen Befruchtung hatten Mediziner per Präimplantationsdiagnostik (PID) einen Embryo ausgewählt, der den Gendefekt seines Bruders nicht aufwies und genetisch am besten zu dem Geschwisterchen "passte". Das Nabelschnurblut des Neugeborenen soll dem großen Bruder nun eine Stammzelltherapie ermöglichen.
In Österreich dürfen befruchtete Zellen oder Embryonen nicht für andere Zwecke als für die medizinische Fortpflanzung verwendet werden. Das heißt, jede Manipulation an einem Embryo darf nur direkt der Befruchtung dienen. Bei der PID kommt es auf die dabei verwendete Technik an. Eine genetische Untersuchung der Erbsubstanz aus den Polkörperchen einer Eizelle noch vor dem Verschmelzen der Erbsubstanz von Mutter und Vater ist erlaubt.
In den USA, Großbritannien, Belgien und Spanien wurden seit dem Jahr 2000 schon mehrere "Designer-Babys" geboren. In Frankreich ist das Verfahren seit 2006 erlaubt.
Symbolbild











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