"Ein Abgeordneter, der andere öffentlich in ein KZ wünscht, hat im Parlament nichts verloren", empörte sich Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz am Dienstag über den Zwischenruf. Laut dem stenografischen Protokoll der Sondersitzung vom vergangenen Freitag rief Stefan "Ab in den Gulag!", als Pilz am Wort war.
"Gulag" und "Mini-Wehrmacht"
Der FPÖ-Mandatar (im Bild rechts neben FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei einer Pressekonferenz) sieht seinen Zwischenruf im Protkoll hingegen verkürzt dargestellt. In Wahrheit habe er "Ihr Motto ist, alle ab in den Gulag!" gerufen. Die Kritik der Grünen sei außerdem "fast schon witzig", habe er doch auf Pilz' kontroversen Vorwurf, die FPÖ strebe mit ihren Ansichten zur Wehrpflicht eine "Mini-Wehrmacht im Gedankengut des vorigen Jahrhunderts" an, reagiert. Mit der Gulag-Meldung habe er außerdem auf Pilz' Vergangenheit bei den "Revolutionären Marxisten" Bezug genommen.
Pilz will trotzdem die Präsidiale des Nationalrates mit diesem Thema befassen. Der Zwischenruf habe sich auf "mich und meine Kollegen" bezogen, so Pilz. Er sei schon lange Abgeordneter, aber "eine derartige Entgleisung habe ich noch kein einziges Mal gehört".
Kinder-Sager nicht auf Petzners Sexualität gemünzt
Stefan hatte sich zuvor am Montag gegen die Rücktrittsforderung von Petzner gewehrt, der sich in der Freitagssitzung von dem FPÖ-Mandatar als Kinderschänder verunglimpft sah. Als Petzner über seine Zeit als Zivildiener referierte, rief Stefan dazwischen: "Hoffentlich hast du nichts mit Kindern zu tun gehabt!" Dies sei aber keineswegs auf Petzners Sexualität gemünzt gewesen, sondern generell auf dessen Charakter, betont Stefan nun. Denn: "Kein Freiheitlicher wollte seine Kinder dem Herrn Petzner anvertrauen."









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