21.06.2021 09:23 |

Richard holte Rekord

Frühchen überlebt mit Geburtsgewicht von 340 Gramm

Es ist fast ein kleines Wunder, dass Richard Scott William Hutchinson überlebt hat. Denn bei seiner Geburt wog das Baby lediglich 340 Gramm - ein Zehntel eines durchschnittlichen Neugeborenen. Die Ärzte gaben dem Buben null Überlebenschance. Nun feiert der tapfere Kämpfer seinen ersten Geburtstag.

Der kleine Richard kam 131 Tage zu früh auf die Welt, bei der Geburt war er lediglich 26 Zentimeter groß - er passte auf eine Handfläche. Allen negativen Prognosen der Mediziner zum Trotz überlebte das Kind diesen holprigen Start in seine Existenz und erreichte damit nun einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als das am frühesten geborene Kind, das überlebt hat.

Ärztin: „Ich wusste, erste Wochen werden sehr schwer“
Richard wurde am 5. Juni in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) geboren - der errechnete Geburtstermin wäre am 13. Oktober gewesen. Eine medizinische Komplikation bei der Mutter machte die frühe Geburt nötig. „In ersten Beratungen wurde den Eltern mitgeteilt, dass die Chancen auf ein Überleben bei einer derart frühen Geburt gegen null gehen“, erklärte die behandelnde Ärztin Stacy Kern zu Guinness World Records. „Ich wusste, dass Richards erste Wochen sehr schwer werden würden. Aber wenn er das schaffen konnte, würde er überleben.“

Erschwerend kam hinzu, dass der kleine Bub die Nächte im Spital alleine verbringen musste: Aufgrund der Corona-Pandemie durften die Eltern nicht neben Richards Krankenbett übernachten. Erst ein halbes Jahr später konnte das Kind nach Hause entlassen werden.

Mutter: „Es fühlt sich immer noch unwirklich an“
Zu seinem ersten Geburtstag bekam der Bub nun ein Zertifikat über seinen Rekord überreicht. „Es fühlt sich immer noch unwirklich an“, kann Mutter Beth ihr kleines Wunder kaum fassen. Die Schlagzeilen über die medizinische Sensation will sie nutzen, um Eltern anderer Frühchen Mut zu machen.

Mutter: „Er hat es jetzt schon so weit gebracht“
Richard ist allerdings noch immer in medizinischer Behandlung, er muss noch beatmet werden. Die Ärzte sind aber zuversichtlich, dass er bald auf alle Geräte verzichten kann. Beth ist optimistisch: „Wir arbeiten daran, aber das dauert seine Zeit. Er hat es jetzt schon so weit gebracht.“

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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