"Naturgefahren kennen keine Wirtschaftskrise", lautet die Botschaft, die LHStv. Anton Steixner, Siegfried Sauermoser (Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol), Hubert Steiner (Abteilung Wasserwirtschaft) und Landesforstdirektor Hubert Kammerlander am Donnerstag verkündeten. Daher wird in Tirol auch weiter kräftig in den Schutz vor Lawinen, Hochwasser, Erosion und Steinschlag investiert. Insgesamt sind es 64 Millionen Euro, die dafür von Bund, Land, EU und Gemeinden zur Verfügung stehen. "Trotz Sparzwang annähernd gleich viel wie im Vorjahr", freute sich Steixner, dass es nur vier Millionen Euro weniger sind.
Rund die Hälfte davon (30,2 Millionen Euro) fließen in den Schutz vor Wildbächen und Hochwasser. Mehr als 17,2 Millionen Euro sind für die Schutzwalderhaltung und -sanierung vorgesehen. In die Sicherheit vor Lawinen werden 12 Millionen Euro investiert und in den Schutz vor Erosion und Steinschlag weitere 4,5 Millionen.
Die Ausweitung des Schutzes für die Bevölkerung geht dadurch stetig voran. So stehen etwa Großbaustellen im Paznaun, Pitztal und Stanzertal vor der Fertigstellung. Zudem wird eine Datenbank mit allen Schutzbauten angelegt. "Damit sollen der Bestand und Zustand überblickt und ein Erhaltungsmanagement ermöglicht werden", erklärte Siegfried Sauermoser.
"Wollen möglichst jeden Siedlungsraum erhalten"
Für Steixner eine Investition in die Zukunft: "So werden wir ein möglichst hohes Schutzniveau erreichen und das hoffentlich halten können. Die Ausgaben werden sich dann von Neubauten in Richtung Sanierung verschieben." Eine geringe Kostensenkung erhofft sich das Land dadurch ebenfalls. Aber Steixner betont: "Kaltes Herumrechnen, ob ein paar Häuschen überhaupt schützenswert sind, wird es nie geben. Wir wollen möglichst jeden Siedlungsraum erhalten!" Wir sind die erste Generation, die den Schutz vor solchen Naturkatastrophen so strategisch angeht.









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