Stadt, Land und WK

Finanzielle Hilfe für gebeutelte Clubszene

Tirol
06.06.2021 12:00

Bis zu 150.000 Euro verspricht Innsbruck der Clubszene. Land und Wirtschaftskammer sollen nun nachziehen. Das Ziel: Nachtlokale vor dem Corona-bedingten Aus zu bewahren.

Alle Parteien im Innsbrucker Gemeinderat haben sich mit einem Dringlichkeitsantrag zur Rettung der Clubs bekannt. Gemeinsam mit Land und Wirtschaftskammer will die Stadt einen Fonds aufstellen, an dem man zu gleichen Teilen beteiligt sein soll. Innsbruck rechnet dafür maximal 150.000 Euro ein. Tirols Clubszene könnte also bis zu 450.000 Euro an Unterstützung erhalten. Das ist zwar nicht so viel, wie von der Innsbruck Club Commission (ICC) gefordert wurde – nämlich 600.000 Euro an Soforthilfen plus eine Neustartförderung –, die Interessensvertretung zeigt sich dennoch erfreut.

Rettet nicht, aber hilft
„Eigentlich ist es kein Rettungs-, sondern ein Neustart-Hilfspaket“, sagt Frederik Lordick, Clubinhaber und Sprecher der ICC. Ursprünglich habe man dafür gekämpft, dass den Betreibern die durch die bisherigen Förderungen nicht gedeckten Kosten sofort ersetzt werden und später der Neustart gefördert wird. Jetzt gehe man direkt in die Zukunft, die Zahlungen seien nämlich an kuratiertes kulturelles Programm gekoppelt: Ein Teil der Summe soll als Akonto, also als Soforthilfe, und ein Teil nach Durchführung des Programms ausbezahlt werden.

Frederik Lordick, Sprecher der Clubs, ist vorsichtig optimistisch. (Bild: Birbaumer Christof)
Frederik Lordick, Sprecher der Clubs, ist vorsichtig optimistisch.

Ohne Startdatum ist Lordick zufolge das Planen jedoch schwierig. Die ICC ist dennoch glücklich über das Ergebnis der Verhandlungen: „Es ist eine Win-win-Situation. Wenn die Clubs aufmachen, können sie gleich mit tollem Programm voll durchstarten.“

Spannendes Programm
Auch der Grüne Gemeinderat Dejan Lukovic, der an den Verhandlungen maßgeblich beteiligt war, findet, dass mit dem Kompromiss zwischen allen Parteien nun gut gearbeitet werden könne. SPÖ-Gemeinderätin Irene Heisz erklärt: „Uns ist wichtig, ein gutes Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen – rasche wirtschaftliche Hilfe für die arg gebeutelten Clubs, aber gleichzeitig auch ein konkreter Gegenwert für das eingesetzte Steuergeld in Form von spannenden Programmen für Innsbrucks Nachtschwärmer“.

Feilen an Bedingungen
Die anderen Parteien heben zudem die Bedeutung der Szene für Wirtschaft und Tourismus hervor. Die genauen Bedingungen will die Stadt nun gemeinsam mit Land und Kammer erarbeiten, Gespräche laufen demnächst an. Ein Datum, wann die ersten Zahlungen an die Clubs gehen sollen, gibt es deshalb noch nicht.

Melina Mitternöckler, Kronen Zeitung

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