Seit Beginn wurden in Salzburg etwa 137.000 Wohnzimmertests gemacht. Was stutzig macht: Keiner war positiv. Warum das so ist, kann weder Land, noch Rotes Kreuz beantworten. Vermutet wird, dass betroffene Personen das positive Testergebnis direkt bei 1450 melden und die App-Eingabe abbrechen. Überprüfen könne man das nicht. Ein großer Vertrauensvorschuss, der auch bei Gebrauch der Test-App deutlich wird: Es braucht nur ein Foto des negativen Test-Ergebnis samt QR-Code, um einen Nachweis zu erhalten. „Die Betrugsfälle halten sich im Promillebereich“, erklärt Roberta Thanner vom Roten Kreuz. Wer ein Foto von Tisch oder Landschaft als negatives Ergebnis hochlädt, wird gesperrt.
In der vergangenen Woche wurde nur stichprobenartig überprüft. „Jetzt wird wieder jeder Upload kontrolliert“, so Thanner. Auch wer einen neuen QR-Code auf einen alten Test klebt, würde auffliegen. „Das erkennt man an verblassten Teststreifen“, sagt sie.
Strengere Regeln in den anderen Bundesländern
In allen anderen Bundesländern setzt man auf mehr Kontrolle. So muss der absolvierte Heimtest mittels Stift geschwärzt und ein Foto davon hochgeladen werden. So entsteht nicht die Gefahr, dass ein Test zweimal verwendet wird. Manche Bundesländer gehen noch weiter: In Kärnten oder Oberösterreich muss man den Schnelltest zusätzlich mit einem Code versehen. Interessant: Sowohl in Kärnten als auch in Oberösterreich gibt es positive Heimtests. Auch bei Test-Methoden sind andere voraus: In Wien gibt es beispielsweise kostenlose Gurgel-PCR-Tests für zuhause.
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