Jetzt droht das Aus

Ohlsdorf: Beliebter Badesee seit 42 Jahren illegal

Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, die Badesaison rückt näher. Viele Bäder haben bereits offen, andere werden noch auf Vordermann gebracht. Nicht so in Ohlsdorf in Oberösterreich. Dort droht dem beliebten Schwimmteich schlimmstenfalls das Aus. Für die 1979 errichtete Anlage fehlt noch immer die Genehmigung.

Seit 42 Jahren ist der Auracher Badesee ein beliebter Sommertreff vieler Ohlsdorfer. Besonders an heißen Tagen bot er eine willkommene Abkühlung. Allerdings: Legal war der Sprung ins kühle Nass nicht. Noch immer fehlt die Betriebsgenehmigung, da etwa eine Umwälzpumpe fehlt. Wer bei Unfällen haftet, ist somit noch immer völlig unklar.

Wo kein Kläger, da kein Richter?
Dennoch schien über viele Jahre das Motto zu lauten: wo kein Kläger, da kein Richter. Nun hat aber die Bezirkshauptmannschaft die Gemeinde auf das offene Genehmigungsverfahren aufmerksam gemacht und damit ein Auge auf die Anlage geworfen.

Umbauen oder zuschütten
„Wir müssen uns endlich festlegen, wie es weitergehen soll“, fordert SPÖ-Vizebürgermeisterin Ines Mirlacher. Für sie gibt es nur zwei Varianten: umbauen oder zuschütten! Denn der Teich beginnt zu verwildern. Grund: Im Vorjahr wurde Corona-bedingt erstmals kein Wasser der Aurach in das Beton-Becken eingelassen.

Plan war schon da
Mirlacher ärgert, dass die SP-Idee aus dem Jahr 2009 für einen Natur-Badeteich am politischen Hickhack scheiterte: „Die Behörden erteilten sogar die Bewilligung zur Umgestaltung. Um 350.000 Euro hätte man das Projekt damals relativ günstig umsetzen können.“ Auch VP-Bürgermeisterin Christine Eisner beschäftigt das Thema: „Die Auflagen sind gewaltig. Ich bin auch dafür, dass wir uns der Sache annehmen.“

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Freitag, 22. Oktober 2021
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