21.05.2021 06:00 |

„Wird notwendig sein“

Impfungen: Im Herbst müssen wir zur Auffrischung

Wichtige Neuigkeiten in Sachen Corona-Impfung: Nach maximal neun Monaten braucht es einen weiteren Stich! Demnächst soll es eine Impftermin-Freischaltung für alle Altersgruppen geben. Zudem winkt bald die EU-Zulassung für Zwölf- bis 15-Jährige.

Die gute Nachricht: Der Impfschutz hält - zumindest nach derzeitigem Wissensstand - mit geringen Abweichungen sechs bis neun Monate an. Die schlechte: Deshalb werden wir uns wohl noch heuer eine Auffrischung holen müssen. Die Hersteller arbeiten längst daran, ihre Vakzine bestmöglich zu adaptieren.

Auffrischung im Herbst: „Die Logistik dafür ist im Werden“
„Wir werden die Auffrischung im breiteren Rahmen im Bereich Herbst ansiedeln müssen“, so Impfexperte Herwig Kollaritsch, „die Logistik dafür ist im Werden.“ Demnächst soll es eine Empfehlung seitens des Nationalen Impfgremiums NIG geben, „damit wir den Menschen sagen können, ab wann sie zur Auffrischungsimpfung müssen“.

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Die Auffrischung muss nicht taggenau erfolgen, der Impfschutz verschwindet ja auch nicht von heute auf morgen. Aber sie wird notwendig sein.

Impfexperte Herwig Kollaritsch

Unmittelbar bevor steht laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA von Biontech/Pfizer für die Zwölf- bis 15-Jährigen, sodass demnächst auch diese Altersgruppe rasch geimpft werden kann.

„Ärzte können frei nach persönlichem Risiko entscheiden“
Weiters sollen dank einer weiteren Verordung demnächst die Impftermine für alle Altersgruppen freigeschaltet werden, damit sich in den nächsten Wochen jeder bei den Hausärzten wird impfen lassen können, der möchte: „Die Ärzte können frei nach persönlichem Risiko entscheiden.“

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Zahlen und Prognosen sind gut, Impfstoff gibt es genug, die Zulassung von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige steht bevor. Sie sehen heute einen glücklichen Gesundheitsminister.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein

Und wie ist der momentane Impfstand? Mückstein dazu: „Jetzt geht es mit dem Impfen richtig los.“ Mehr als drei Millionen Österreicher haben bisher zumindest eine Teilimpfung, der Impfstoffmangel scheint zu Ende: Wöchentlich kämen 400.000 bis 500.000 Dosen, gestochen würden 60.000 bis 100.000 Leute täglich.

Mückstein appelliert: „Bitte vereinbaren Sie jetzt einen Impftermin“
Die Lage verbessern auch jahreszeitenabhängige Rahmenbedingungen, sinkende Zahlen und gute Aussichten. „Was wir aber am schlechtesten prognostizieren können, ist die Impfbereitschaft“, erklärt Mückstein und appelliert an die Bevölkerung: „Bitte vereinbaren Sie jetzt einen Impftermin.“

Impfnachweis gibt es nun auch in Apotheken
Wer seinen Impfnachweis in Papierform haben möchte, kann sich diesen ab sofort auch in Österreichs Apotheken vom Elektronischen Impfpass ausdrucken lassen. Das Service stehe jenen Versicherten zu, die auch zur Inanspruchnahme von Gratistests berechtigt seien.

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Wir werden uns ansehen, wann die nächsten Sicherheitsstandards abgebaut werden können. Aber wir werden sicher nicht leichtsinnig sein.

Bundeskanzler Sebastian Kurz

Kreuzimpfung mit einer guten Immunantwort
Den britisch-schwedischen Impfstoff AstraZeneca lässt Österreich übrigens nun fix auslaufen. Derzeit erhalten das Vakzin noch jene Menschen, die den Erststich damit bekommen haben, mit Ausnahmefällen auch beim zweiten Mal. Denn die Grundimmunisierung soll laut Experten mit ein und demselben Vakzin passieren. Welche Empfehlungen für die Auffrischung gelten, wird sich zeigen. Zu Kreuzimpfungen - also Impfungen mit verschiedenen Vakzinen - gibt es laufende Untersuchungen: Sie zeigen laut Kollaritsch vorerst etwas stärkere Reaktionen nach dem Stich, „aber nichts Bedrohliches“, und dass die Immunantwort darauf offenbar eine gute sein dürfte.

Silvia Schober
Silvia Schober
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