Positive Veränderungen

Katar-WM: Gespräche von Spielern mit Gastarbeitern

Eineinhalb Jahre vor Beginn der Fußball-WM in Katar hat die Spielergewerkschaft FIFPro einen Austausch zwischen Spielern und Gastarbeitern gestartet. An einer ersten Video-Konferenz nahmen Fußball-Profis aus Australien, Europa und Lateinamerika teil, wie die FIFPro am Dienstag mitteilte. Viele Spieler seien „besorgt über die Menschenrechte in Katar“ heißt es in der Mitteilung. Sie wollten wissen, wie sie zu einem nachhaltigen Wandel beitragen könnten.

Die Fußball-WM, die vom 21. November bis 18. Dezember 2022 stattfinden soll, war 2010 an Katar vergeben worden. Das reiche Emirat steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Mehrere Nationen hatten sich im März zum Start der WM-Qualifikation in Europa für Menschenrechte eingesetzt und mit Protestaktionen auf die Lage hingewiesen.

FIFPro hat den Spielern nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit Bau-Gewerkschaften und der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein Dokument mit Informationen über Katar, die Lage der Menschenrechte dort, die jüngsten Reformen und die Situation von Gastarbeitern im WM-Gastgeberland zusammengestellt.

In dem Gespräch mit den Fußball-Profis hätten die Arbeiter von positiven Veränderungen berichtet, hieß es von der FIFPro. Es sei nun entscheidend, dass die verbesserten Bedingungen im ganzen Land eingeführt würden und nicht nur auf den WM-Baustellen. Die Regierung hatte zuvor erklärt, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe.

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