Nachdem zuerst der Ausbau des Knotens Trautenfels auf die lange Bank geschoben worden war, wackelte später sogar das gesamte Sonderbudget für die Ski-WM in Schladming. Am Mittwoch pilgerte FPÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann aber mit der Frohbotschaft ins Ennstal: Immerhin zehn Millionen Euro fließen in "Ersatzprojekte", darüber sei sich die Regierung jetzt einig geworden.
Konkret geht es um folgende Projekte: die Osteinfahrt und Verlängerung der Coburgstraße in Schladming, die Schaffung von Überholmöglichkeiten und Lärmschutzmaßnahmen in Oberhaus, und auch die Bezirkshauptstadt Liezen - Skifahrern als Staupunkt leidlich bekannt - profitiert: Die B320 soll hier vierspurig ausgebaut werden, und ein weiterer Kreisverkehr kommt. Das alles soll innerhalb der nächsten zwei Jahre geschehen. "Wir müssen die Projekte rasch angehen, vor allem in Liezen fehlt es noch an der Detailplanung", drängt Kurzmann.
S36-Ausbau "außer Streit gestellt"
Auch für das Murtal hat er Neuigkeiten: "Ich hatte einen Termin bei Verkehrsministerin Doris Bures, der Ausbau der S36 zwischen Judenburg und Scheifling ist jetzt außer Streit gestellt." Statt 450 sollen nun etwa 240 Millionen Euro in die Region fließen. "Es wird ein ordentlicher Ausbau kommen, aber keine Transitroute", verspricht der Landesrat. Bis Ende April sollen die Gespräche zwischen dem Ministerium und der Asfinag abgeschlossen sein.
Aus Landschaftsschutzgründen kein Thema mehr ist übrigens die S37 von Scheifling bis nach Kärnten - auch sie wurde von Bürgerinitiativen heftig bekämpft.
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
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