19.01.2011 14:48 |

Romantic Comedy

Kitsch und Küsse in "Woher weißt du, dass es Liebe ist?"

Man nehme große Hollywoodnamen, eine seichte Love Story, und schon hat man es: das US-Erfolgskonzept "Romcom". "Woher weißt du, dass es Liebe ist?" reiht sich problemlos in die lange Liste belangloser romantischer Komödien aus Hollywood ein. Dabei versprach zumindest der Regisseur hinter dem Streifen eine Ausnahme der Regel, hatte Oscarpreisträger James L. Brooks doch schon Komödien wie "Broadcast News" und "Besser geht's nicht" gezaubert.

In seinem neuesten Film sieht sich Reese Witherspoon zwischen Owen Wilson und Paul Rudd hin-und hergerissen, während ein demotivierter Jack Nicholson vom Nebenrollen-Posten aus gelangweilt zusieht.

Als Lisa (Witherspoon) mit 31 aus der Softball-Nationalmannschaft der USA gekickt wird, stürzt sie in eine persönliche Krise. Die Sportlerkarriere ist vorbei, an Kinder und Heirat ist sie anders als ihre Altersgenossinnen nicht interessiert. Da kommt ihr der unbekümmerte Frauenheld Matty (Wilson) gerade recht, hat er doch als stinkreicher Profisportler einiges zu bieten - alles außer Einfühlsamkeit.

Von der hat dagegen George (Rudd) mehr als genug. Nachdem er im Namen der Firma seines cholerischen Vaters (Nicholson), für die er arbeitet, verklagt wird, verliert er auf einen Schlag Job und Freundin. Trost holt er sich von seiner hochschwangeren Sekretärin Annie (Kathryn Hahn), Liebe erhofft er sich von seiner neuen Bekanntschaft Lisa.

Playboy oder Versager?
Ob sich Lisa für den attraktiven, reichen Playboy oder den gutherzigen, liebeswilligen Versager entscheidet, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. So oder so sind die Handlungen und menschlichen Beziehungen im Film nicht nachvollziehbar - obwohl Brooks den Film eigens Witherspoon auf den Leib geschneidert hat. Doch die wirkt nicht tough, sondern gelangweilt, Rudd nicht verzweifelt, sondern nervtötend, Nicholson nicht umtriebig, sondern gleichgültig - und Wilson, der stellt in seiner Darstellung des erstmals verliebten, unreifen Freundes der Superlative den einzigen Glanzpunkt dar.

"Woher weißt du, dass es Liebe ist?" - eine Frage, die dieser Film ganz bestimmt nicht klärt. Keinerlei Emotionen springen über, Herz und Lachmuskeln bleiben unberührt.

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