Impfungen in OÖ:

„Bei den Jüngeren ist aktuell noch Luft nach oben“

Die Bereitschaft in der Bevölkerung für den „Anti-Corona-Piks“ wird laut oberösterreichs führenden Köpfen in der Impfkoordination immer größer. Und voraussichtlich mit Anfang Juni können sich auch alle - egal welchen Alters - anmelden. Zur gleichen Zeit will man auch mit den Impfungen in 140 oö. Betrieben beginnen.

Nachdem Niederösterreich mit einer Impfanmeldung für alle Altersgruppen vorgeprescht war, wird dies schon bald auch in Oberösterreich Realität werden. Doch zuvor will das Land noch die Über-50-Jährigen abarbeiten – 55,6 Prozent dieser Gruppe sind bereits geimpft. „Alleine im April haben sich 100.000 Oberösterreicher für eine Impfung vorgemerkt“, spricht LH-Vize Christine Haberlander von einem positiven Trend. Und diese Interessierten sollen mit Anfang Juni auch tatsächlich die Chance auf eine Immunisierung bekommen. Zuerst sollen die bereits auf der Plattform ooe-impft.at registrierten einen Termin erhalten, danach gelte bei der Vergabe der Termine laut Haberlander „first come – first serve“.

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Alle registrierten Über 50 sollen bis Anfang Juni durchgeimpft werden. Danach wollen wir die Anmeldung für alle öffnen. Natürlich könnte das auch schon früher passieren, wenn wir genug Impfstoff bekommen. Unser Ziel ist es, dass bis Sommer alle geimpft sind.

LH-Vize Christine Haberlander

Impfungen in Betrieben
Ein Schwerpunkt wird Anfang Juni auch auf Betriebsimpfungen gelegt. Bisher haben sich 140 Betriebe mit 100.490 Mitarbeitern bei der Wirtschaftskammer dafür angemeldet. In der ersten Juni-Woche werden dafür 17.000 Dosen zur Verfügung gestellt, in der Woche drauf 15.000. Wie berichtet, wurde seitens der Hausärzte Kritik über die Impfstoffvergabe laut. Auch für diese soll es künftig wöchentlich ein fixes Kontingent von 15.600 Dosen vom Land geben. Aktuell wird wegen Lieferschwierigkeiten nur mit Biontech/Pfizer und Moderna geimpft. Die AstraZeneca-Dosen werden für Zweitimpfungen zurückgelegt.

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Mir ist noch wichtig zu sagen, dass alle, die einen Impftermin bekommen, auch ihren gelben Impfpass mitnehmen sollen. Sowohl die Karte, die vor Ort ausgestellt wird, als auch der Impfpass sind künftig gültige Dokumente. Viele nehmen den derzeit nicht mit.

Impfkoordinator Franz Schützeneder

„Bei Jüngeren ist noch Luft nach oben“
Immer wichtiger wird es in den nächsten Wochen, die Jungen zu überzeugen: „Die Anmeldungen steigen an, weil die Termine für diese Altersgruppe näher rücken. Es ist aber noch Luft nach oben“, so Impfkoordinator Franz Schützeneder. Seit 1. April haben sich 5000 15 bis 19-Jährige registriert, 8000 20 bis 24-Jährige und 10.000 25 bis 29-Jährige.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Sonntag, 13. Juni 2021
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