30.04.2021 07:00 |

Mieten zogen weiter an

Salzburg ist teuerstes Wohnpflaster

Die Preisspirale bei den Mieten am freien Markt dreht sich in Salzburg mit einem Plus von vier Prozent immer weiter nach oben. Damit wurden im Coronajahr sogar Tirol und Vorarlberg überholt. Die größte Steigerung gab es im Burgenland, aber es gibt auch ein Land wo die Kosten deutlich zurückgegangen sind. In der Steiermark kann man sich derzeit knapp einen Euro bei einem neuen Vertrag sparen.
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15,10 Euro. Das ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis für neu angebotene Mietwohnungen im ersten Quartal in Salzburg bei Immowelt.at. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ist entspricht das einer Preissteigerung von vier Prozent, oder 60 Cent. Damit hat Salzburg die Spitzenposition in Österreich übernommen. Nirgendwo ist es so teuer.

Nicht einmal in Tirol oder Vorarlberg. Dort gab es im Coronajahr kaum eine Steigerung der Preise. Den größten Sprung macht übrigens das Burgenland. Dort zogen die Preise gleich um 16 Prozent an. Die Gründe sind vielfältig (siehe Wirtschafts Magazin in der Blattmitte auf Seiten 2-3). Gerade in Salzburg ist es laut Landesrätin Andrea Klambauer verwunderlich, weil jährlich mehr Wohnungen gebaut werden als tatsächlich Bedarf besteht. Nur dürften eben nicht alle Wohnungen auch am Markt landen. Für die Landesrätin könnten die Gemeinden bei Umwidmungen von Flächen dem entgegenwirken, die gesetzlichen Möglichkeiten wären vorhanden. Sprich: Wer umwidmen will, muss auch geförderte Wohnungen errichten.

Geförderte Wohnungen haben Wirkung
Laut Klambauer würden geförderte Wohnungen eine Wirkung auf den Markt haben und dort die Preisspirale bremsen. Auch eine Novelle im Mietrechtsgesetz, gerade bei unbefristeten Verträgen könnte helfen. Apropos Novelle: Das Land hat im vergangenen Jahr die Mieten bei 14.000 der 35.000 Geförderten Wohnung im Bundesland gesenkt, die bei der Wohnbauförderung aus dem Jahr 1990 eine starke jährliche Mietsteigerung hatten.

10 Euro Miete als Ziel bei neuen Bauten
Die durchschnittliche Miete bei bestehenden Verträgen liegt bei etwa 10 Euro pro Quadratmeter. Ein Wert, der auch bei neuen geförderten Projekten angepeilt wird. In der, laut Klambauer, überhitzten Baubranche, sei es momentan aber überhaupt schwierig noch Baufirmen für Aufträge zu finden. Auch die Preise am Bau haben diese Jahr stark angezogen.

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