Lizenz-Rettung naht

Austria: Lieber Schulden als „Corona-Insolvenz“

Weißer Rauch stieg gestern über der Generali-Arena noch keiner auf - aber die Austria scheint es doch noch zu schaffen, scheint zumindest einmal bis Mittwoch jene finanziellen Unterlagen liefern zu können, die das Protestkomitee der Bundesliga dazu veranlassen sollen, Violett doch die Lizenz für die kommende Saison zu erteilen. Schaffen will man es über die Gönner/Investoren-Gruppe „Freunde der Austria“ und nicht über die Möglichkeit der sogenannten „Corona-Insolvenz“ - heißt also: Lieber mit Schulden weitermachen als versuchen, sich zu entschulden.

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Warum? Erstens müsste die Insolvenz spätestens Dienstagvormittag angemeldet werden, damit man Mittwoch die Unterlagen der Liga liefern kann, zweitens würde es dann „Rien ne va plus“ heißen. Nichts würde mehr gehen, kein Geld, das man zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise erhält, würde dann dem Klub zu Gute kommen.

Riskante Variante, daher lieber mit Schulden weitermachen. Denn klar ist, dass der riesige Schuldenberg mit einer kurzfristigen „Finanzspritze“ nicht weg ist. Wer das alles lösen soll? Präsident Frank Hensel und AG-Vorstand Markus Kraetschmer sind angezählt, der ab Mai amtierende zweite Vorstand Gerhard Krisch muss sich in den Scherbenhaufen erst einarbeiten.

Der mysteriöse Deal
Und Insignia? Von denen spricht eigentlich keiner mehr, da muss vieles schief gelaufen sein. Viele Leute, die sich nach der Präsentation öffentlich gerühmt hatten, beim Deal erfolgreich mitgewirkt zu haben (Beratungsfirmen, Rechtsanwälte), müssen sich nun erklären. Alles wird immer mysteriöser, kurios, dass Insignia die erste Rate erst zahlen muss, nachdem Austria die Lizenz erhalten hat!

Peter Klöbl
Peter Klöbl
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Freitag, 07. Oktober 2022
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