08.04.2021 21:00 |

In Seniorenheimen

Angehörige dürfen wieder öfter zu Besuch kommen

Groß war das Unverständnis bei vielen Heimbewohnern, warum sie trotz Impfung nur unter strengen Auflagen Besuch empfangen dürfen. Seit Mittwoch gibt es eine Lockerung: Vier Besuche statt bisher zwei pro Woche sind erlaubt. Für Bewohnervertreter ein Erfolg. Die Heimleiter sehen sich aber mit Bürokratie konfrontiert.

Während Sabine Prügger auf Nadeln saß, musste sie Angehörige vorerst vertrösten. „Wir wissen immer noch nicht, wie die Verordnung ausschaut. Es gibt weder vom Bund noch vom Land dazu Infos“, sagt die Leiterin vom Seniorenwohnhaus Oberndorf. So ging es vielen Heimen, denn die neue Verordnung kam ohne Info versteckt über die Ministeriums-Homepage. Ab sofort dürfen vier Besuche statt bisher zwei pro Woche empfangen werden.

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Es wäre nett, wenn wir einen Tag vorher informiert werden. Die Besuchskoordination wird eine Herausforderung für uns, aber für die Bewohner und Angehörigen ist das begrüßenswert. Der Test ist für viele nach wie vor eine Hemmschwelle.

Sabine Prügger leitet das Seniorenwohnhaus in Oberndorf

Für das Personal bedeutet das mehr Aufwand, weiß Christoph Baumgärtner von den Seniorenhäusern der Stadt Salzburg: „Natürlich ist es bei einem großen Haus mit 200 Bewohnern eine Herausforderung, bei vier Besuchen pro Bewohner den Überblick zu behalten und alle zu koordinieren.“

Lockerung ist „Schritt in die richtige Richtung“
Einfacher wäre es, die Besuchsbegrenzung ganz aufzuheben. Immerhin gelten nach wie vor ohnehin strenge Test- und Maskenpflicht bei Besuchen. Das fordert auch Christian Berger von der Erwachsenenvertretung Salzburg. Die Lockerung sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber: „Unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen gehören die Beschränkungen aufgehoben.“

Alles in allem überwiegt aber die Erleichterung. So auch bei Anton Bielak, Leiter vom Seniorenheim Schwarzach: „Die Lockerung wird absolut positiv aufgenommen. Wir haben bei einigen Bewohnern schon gemerkt, dass sie massiv abgebaut haben, weil ihnen der soziale Kontakt abgeht.“

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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