WAC: Wechsel-Chaos

Scherzer-„Doppelpack“ geht in Liga-Geschichte ein

Beim WAC ist der Traum von einer neuerlichen Europacup-Qualifikation brutal unterbrochen worden, es gilt einen Alptraum zu verarbeiten. Besonders viel Pech hatte der junge Verteidiger, Jonathan Scherzer. Er ist wohl der erste Spieler der Bundesliga-Geschichte, dem zwei Eigentore in einer Partie passierten.

„Inferior, unglaublich, was soll ich dazu sagen. Du kannst acht Tore schießen und bekommst zwölf, wenn du so verteidigst“, war Kapitän Michael Liendl konsterniert. Auch mit zehn Mann dürfe man sich nicht so vorführen lassen. „Das war eine dumme Rote Karte, die du nie kriegen darfst. Der Ausschluss hatte sicher einen großen Anteil, wir waren bis dahin aber auch nicht gut, da war nur des Resultat halbwegs vernünftig. Es war spielentscheidend, aber noch lange kein Grund, dass du acht Tore bekommst“, kritisierte der Spielmacher.

Ein ernstes Wort wird wohl auch Interimstrainer Roman Stary mit Lochoshvili reden, der nach einer Kung-Fu-Aktion gegen Ercan Kara bereits zum dritten Mal in dieser Saison ausgeschlossen worden ist. „Es sagt schon sehr viel aus, wenn man 23 Spiele gemacht und drei Rote Karten bekommen hat. Die Rote Karte war sehr ausschlaggebend“, so Stary.

Viel zu tun
Der Nachfolger von Ferdinand Feldhofer hat in den nächsten Tagen viel zu tun, um die Mannschaft nach der höchsten Bundesliganiederlage der Clubgeschichte wieder aufzubauen. „Wir haben eine Woche Zeit, jeder weiß, worum es geht. Wir werden genau analysieren, die Videos mit der gesamten Mannschaft durchgehen und uns spätestens ab Mittwoch auf das Spiel gegen LASK vorbereiten“, erklärte er. Seine Zwischenbilanz fällt zwiespältig aus. „Vier Spiele, zwei sehr positiv, zwei extrem negativ“, sagte Stary nach dem Tiefpunkt, bei dem so gar nichts klappen wollte.

Eigentore und Wechselfehler wie beim Eishockey inbegriffen. So traf Jonathan Scherzer in der 70. und 84. Minute ins eigene Tor und ist laut Sky-Statistik der erste Spieler der Bundesliga-Geschichte, dem zwei Eigentore in einer Partie passierten. Und bei einem Dreifachwechsel in der 65. Minute betraten zwar drei Spieler den Platz, aber nur zwei traten ab. Erst nach rund einer Minute wurde der Fehler bemerkt und verließ auch Thorsten Röcher das Feld.

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