Die Polizei war im Jänner dieses Jahres auf die Truppe aufmerksam geworden. Als sich herausstellte, dass die Verdächtigen sowohl als Einbrecher als auch als Dealer unterwegs waren, nahmen die entsprechenden Gruppen des Kriminalreferates Graz gemeinsam die Ermittlungen auf.
Tresore geknackt
Die mutmaßlichen Täter waren auf Einbrüche in Gasthäuser und Büros spezialisiert, wo sie es in erster Linie auf Tresore abgesehen hatten. Bisher konnten den Verdächtigen je zwei Einbruchsdiebstähle in Leibnitz und Veitsch nachgewiesen werden. In drei Fällen hatten sie die Standtresore vom Tatort abtransportiert und später aufgebrochen. Erbeutet wurden Bargeld und Zigaretten im Gesamtwert von rund 20.000 Euro. Erhebungen zu weiteren Einbruchsdiebstählen laufen noch.
Bei Scheinkauf Kokain sichergestellt
Außerdem soll die Bande Kokain, das aus der Slowakei und dem Kosovo eingeführt wurde, im großen Stil verkauft haben. Die notwendigen Kontakte wurden in Wettlokalen angebahnt, auch die Rotlichtszene soll mit den Drogen beliefert worden sein, so Wolfgang Kollnegg vom Kriminalreferat für Drogendelikte. Im Zuge eines Scheinkaufs am 22. November konnten die Beamten schließlich 150 Gramm Kokain im Wert von rund 10.000 Euro sicherstellen.
Haupttäter tauchte in Slowenien unter
Bei dieser Polizeiaktion gelang einem von zwei Verdächtigen, dem 24-jährigen mutmaßlichen Haupttäter, die Flucht. Der junge Mann tauchte in Slowenien unter, wurde dort aber am 3. Dezember erwischt. Die restlichen Bandenmitglieder, die in der Steiermark und im burgenländischen Oberwart wohnen, wurden seit dem Scheinkauf sukzessive festgenommen. Für den letzten Verdächtigen klickten am Dienstag die Handschellen.
Erlös in Wettcafés verbraucht
Den Erlös aus dem Drogenhandel und den Einbrüchen verbrauchten die Verdächtigen in diversen Wettcafés. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, so Kollnegg: "Wir sind auch froh, dass wir von den Einsätzen heil nach Hause gekommen sind. Der mutmaßliche Haupttäter hatte beim Scheinkauf eine Faustfeuerwaffe bei sich, die später bei der Verhaftung in dessen Auto gefunden wurde." Die Verdächtigen schweigen einerseits, zum Teil sind sie geständig.
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