02.04.2021 09:50 |

Debatte in Deutschland

AstraZeneca: Umstieg bei zweitem Stich empfohlen

In der AstraZeneca-Debatte hat die Ständige Impfkommission in Deutschland ein Machtwort gesprochen. Personen unter 60 Jahren, die erst eine Impfung mit dem Präparat erhalten haben, sollen für ihren zweiten Stich auf ein anderes Mittel umsteigen. Der zeitliche Abstand solle mit zwölf Wochen gleich bleiben. Als Alternative zu AstraZeneca, das nunmehr nur noch für Über-60-Jährige empfohlen wird, stehen in Deutschland - wie auch in Österreich - derzeit Biontech/Pfizer und Moderna zur Verfügung.

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Im „Spiegel“ nahm der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, indes Stellung zu den wechselnden Empfehlungen seines Expertengremiums bezüglich AstraZeneca. „Das in Deutschland für die Sicherheitsüberwachung zuständige Paul-Ehrlich-Institut hatte ein sehr deutliches Signal erkannt, darauf musste die Stiko reagieren“, sagte Mertens. Einen Imageschaden für die Impfkampagne sieht er nicht. „Die aktuelle Situation zeigt, dass das Sicherheitssystem in Deutschland funktioniert.“ Er finde es schade, „dass hier nur das Negative betont wird“.

Umverteilung von Jung nach Alt
Es komme jetzt auf die Umverteilung an, um das Impftempo nicht zu gefährden. „In Deutschland gibt es genug Menschen ab 60 Jahren, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen und noch nicht geimpft sind. Sie können den Impfstoff von AstraZeneca erhalten. Es fallen also keine Impfdosen weg“, betonte Mertens.

Die deutsche Bundesregierung hatte am Dienstag beschlossen, AstraZeneca nur noch an Menschen über 60 Jahren zu verimpfen. Hintergrund sind Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen. Jüngere Menschen in den Impfgruppen eins und zwei könnten „gemeinsam mit dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung entscheiden, mit AstraZeneca geimpft werden zu wollen“, hieß es in dem Beschluss.

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