02.04.2021 07:46 |

Bewohner evakuiert

Gewaltiger Felsbrocken donnert in Tirol gegen Haus

Schreckmoment in der Nacht auf Freitag in Neustift im Tiroler Stubaital! Im Ortsteil Scheibe war es zu einem gewaltigen Felssturz gekommen. Ein riesiger Gesteins-Koloss mit vier bis fünf Metern Durchmesser krachte mit voller Wucht gegen ein Wohnhaus und blieb regelrecht in der Fassade stecken. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Kurz nach 2 Uhr nachts donnerte der gigantische Felsbrocken ins Tal, schildert ein Polizeisprecher auf „Krone“-Anfrage. Der Mega-Koloss übersprang zunächst eine Gemeindestraße und krachte folglich mit voller Wucht gegen das Wohnhaus im Ortsteil Scheibe. Die Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen. „Verletzt wurde zum Glück niemand“, hieß es.

Mehrere Häuser evakuiert
Das betroffene Haus und umliegende Gebäude wurden daraufhin sofort evakuiert. Die Gemeindestraße wurde in diesem Bereich gesperrt. Der Felsbrocken habe einen Durchmesser von vier bis fünf Metern, so der Sprecher weiter. Steinschlagnetze wurden durchbrochen.

Erkundungsflüge mit Hubschrauber
Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei behielten die Lage über Nacht genau im Auge. Am Freitagvormittag machten sich dann unter anderem Experten von der Landesgeologie sowie Wildbach- und Lawinenverbauung ein Bild von der Situation vor Ort. Im Zuge von Hubschrauber-Erkundungsflügen habe sich laut Landesgeologe Roman Außerlechner gezeigt, dass ein weiterer Steinschlag in dieser Größenordnung nicht zu erwarten sei.

Erdwall als provisorischer Schutz
„Jedoch handelt es sich hierbei generell um einen latent steinschlaggefährdeten Bereich. Da nunmehr die Steinschlagschutznetze in diesem Bereich zerstört sind, werden nun schnellstmöglich die notwendigen Sicherungsmaßnahmen umgesetzt. Kurzfristig wird ein provisorischer, etwa drei Meter hoher Erdwall zur Sicherung der Wohnhäuser und der Straße errichtet, um eventuell nachkommendes Material hintanzuhalten“, schildert Außerlechner.

Dies werde voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Evakuierung der Gebäude sowie die Sperre der Gemeindestraße würden so lange aufrecht bleiben.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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