Ambitionierte Ziele

Grieskirchner mit Scootern auf der Überholspur

In der ehemaligen Plüschtier-Produktion von Steiff schlägt in Grieskirchen das Herz der Marke Scoot & Ride, die mit ihren Rollern und Laufrädern Nummer eins der Welt werden will.

Steiffstraße steht auf dem blauen Schild, darunter weisen Pfeile zu einem Arzt und zum Faustballzentrum von Grieskirchen – von Scoot & Ride, das hier auch seinen Firmensitz hat, ist nichts zu lesen. Was dazu passt, dass der Scooter-Hersteller in Österreich noch kaum bekannt ist, in Polen und Korea etwa aber bereits die Nummer eins am Markt. In der ehemaligen Plüschtier-Produktion ist die Firma zu Hause. Scooter stehen hier am Gang und in den Büros der von Christian Nimmervoll, Robert Kirchschlager, Wolfgang Berndorfer und Christoph Lechner gegründeten Marke.

Belastungstests im Haus
Von der Entwicklung über das Design bis zum Vertrieb der Scooter und Laufräder, sowie der 2-in-1-Produkte – alles ist im Hausruckviertel angesiedelt. Produziert wird in Asien. „Wir wachsen kontinuierlich“, sagt Nimmervoll. Allein 2020 gab’s ein Umsatzplus von 60 Prozent.

In puncto Entwicklung fließen die Fäden bei Kirchschlager und Berndorfer zusammen. Letzterer wird vom Team als „Erfinder aus Leidenschaft“ beschrieben, kreierte etwa das Expeditions-Equipment für den früheren Extrembergsteiger Reinhold Messner oder tüftelt an Innovationen im Sport- und Medizinbereich. Viel Herzblut des 56-Jährigen steckt im Fuhrpark von Scoot & Ride, dank dem sich Kinder von ein bis zehn Jahren fortbewegen können. Das Sortiment ist mittlerweile auf neun Produkte angewachsen. Seit zwei Jahren werden dazu passend auch bunte Helme hergestellt, neuerdings auch Rucksäcke.

„Wir haben uns im Herbst mit den Farben für 2021 beschäftigt, bei den Produkten sind wir schon in 2022“, verrät Kirchschlager. Im selben Gebäude gibt’s einen Testraum, in dem 40-Kilo-Klötze auf die Lenker montiert werden. Die Trittfläche wird mit 50 bis 100 Kilo belastet. Jede Schraube, jedes Lager wird auf Stabilität getestet, wenn der Scooter kilometerlang beim Test über Hindernisse fährt. Die Ziele sind hochgesteckt. „Wir wollen die größte Scooter-Marke der Welt werden“, sagt Berndorfer.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 17. September 2021
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