12.03.2021 14:20 |

Ortschefs beunruhigt

Redner im Visier: Sorge vor Demo bei Grenzbrücke

Insgesamt rechnet man mit rund 1000 Teilnehmern bei der am kommenden Sonntag stattfindenden Corona-Demo an der Grenzbrücke Niederndorf im Tiroler Unterland. Für Aufregung sorgt im Vorfeld, dass rechte Corona-Leugner Ansprachen halten sollen. Die Bürgermeister der Grenzregion zweifeln an den Motiven der Veranstalter.

In der Nähe der Grenzbrücke zwischen dem Tiroler Niederndorf und dem bayerischen Oberaudorf findet am kommenden Sonntag von 14 bis 16 Uhr eine Brückenkundgebung statt. Unter den Mottos „Nachbarn stehen für ein grenzenloses Miteinander“ und „Nachbarn stehen auf“ kommen Redner auf österreichischer und deutscher Seite zu Wort, um auf die Probleme, die insbesondere in dieser sonst so homogenen Grenzregion durch Corona entstanden sind, aufmerksam zu machen.

Die Veranstalter in Bayern, die Vereinigung „Querdenken 8031 Rosenheim“´ und in Tirol, die Bürgerinitiative „Es ist genug - freie Menschen trotz Corona“, erwarten auf jeder Seite an die 500 Personen.

Auch AfD-Politiker Stefan Bauer erwartet
Unter den deutschen Rednern werden Unternehmer, aber auch ein gewisser Stefan Bauer, erwartet. Bauer war bis vor Kurzem in der im äußersten rechten Eck stehenden AfD Rosenheim politisch tätig und wurde durch ein Video, welches er im KZ-Mauthausen drehte und in dem er Corona-Impfstoffe mit Zyklon B vergleicht, der breiteren Öffentlichkeit bekannt. Daraufhin wurden gegen ihn Anzeigen in Österreich und Deutschland erstattet.

Auf österreichischer Seite wird neben einer Wirtin und einer 15-jährigen Schülerin auch ein durch die Pandemie bekannter Österreicher am Rednerpult stehen: Nämlich der Wiener Reiseunternehmer Alexander Ehrlich. Dieser organisiert seit dem vergangenen Sommer Busfahrten zu Corona-Demos im deutschsprachigen Raum, aber nicht des Profites wegen, sondern, so sagt er, für den Frieden.

Bürgermeister sind von Demo nicht begeistert
Einig in ihrer Meinung zu dieser bei den jeweiligen Behörden angemeldeten „Versammlung“ sind sich die Bürgermeister von Erl, Niederndorf und dem bayerischen Oberaudorf. Sie nehmen die in der Grenzregion entstandene Situation sehr ernst, da sich diese für viele Bürger katastrophal entwickelte. Bei den Veranstaltern der Corona-Demo sind sie sich jedoch nicht sicher, ob diese die Sorgen der Betroffenen auch so sehen, oder ob sie den Anlass vielmehr nur dazu verwenden, um sich eine Bühne für eigene Interessen und Zwecke zu schaffen.

Oberaudorfs Bürgermeister Matthias Bernhardt warnt zudem über die sozialen Medien: „Achten Sie auf die Rednerlisten und den Hintergrund der Redner.“

Hubert Berger
Hubert Berger
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