Tiroler Anwalt aktiv

„Abgas-Skandal“: Teilerfolg für Autobesitzer

Tirol
11.03.2021 18:00

Die Schadenersatzprozesse nach den Abgas-Manipulationen großer Automobilkonzerne - die „Krone“ berichtete mehrfach - drohten zur unendlichen Geschichte zu werden. Der darauf spezialisierte Tiroler Anwalt Martin J. Moser sieht nun einen Teilerfolg.

Der Hintergrund: Die meisten derartigen Verfahren wurden unterbrochen, um zunächst den Europäischen Gerichtshof (EuGH) über die „Thermofensterproblematik“ entscheiden zu lassen. Vereinfacht gesagt geht es um Tricksereien, wonach Abgase bei 15 bis 33 Grad (wie sie an einem Prüfstand herrschen) voll gereinigt werden. Außerhalb dieses „Fensters“ wird die Reinigung per Computerbefehl gedrosselt, Schadstoffe werden via Auspuff „entsorgt“.

Nicht auf EuGH warten
„Die Verzögerung, zwei bis drei Jahre auf die EuGH-Entscheidung zu warten, ist den Autokäufern nicht zumutbar“, argumentierte Moser. Das OLG Innsbruck sah dies – wie ein Senat des OLG Wien – ebenfalls so. Verfahren zu bestimmten Fahrzeugen von VW, Audi und Mercedes seien fortzusetzen.

Rücknahme oder Schadenersatz?
Das heimische Gericht muss laut Moser nun zunächst die Behauptung der Konzerne prüfen, wonach in bestimmten Typen gar keine Thermofenster programmiert seien. „Es bestehen daher weiter gute Chancen auf Rücknahmen bzw. Schadenersatzzahlungen an die Käufer“, ist der Anwalt optimistisch.

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