05.03.2021 09:15 |

Pistensanierung

Großprojekt am Flughafen in der Startposition

Es ist eines der größten Bauprojekte in der fast 100-jährigen Geschichte des Innsbrucker Flughafens und kommende Woche fällt der Startschuss: Die Arbeiten für die Neuasphaltierung der rund zwei Kilometer langen Landepiste beginnen zunächst unter der Erde. Im September erfolgt dann eine vierwöchige Totalsperre.

„Der Zeitplan hält – trotz Corona“, stellt Flughafen-Prokurist Patrick Dierich vor dem Start des Mega-Projekts am Flughafen klar. „Wir starten im Laufe der nächsten Woche planmäßig mit den Vorarbeiten“, erklärt Dierich. Zunächst sind Schachtarbeiten um die Landepiste herum vorgesehen – Kabel für die Pistenbefeuerung werden verlegt.

Vorrangig Nachtarbeit, Betrieb bleibt aufrecht
„Die Grabungsarbeiten finden vorrangig außerhalb der Betriebszeiten in Nachtarbeit statt“, erläutert Dierich. Der Flugbetrieb ist trotz Corona nicht gänzlich zum Erliegen gekommen. Der Sommerflugplan auf der Homepage des Flughafens schaut schon aus wie in Vor-Corona-Zeiten. „Wir gehen davon aus, dass man im Sommer mit Impfung und/oder negativem Test auch wieder ab Innsbruck bequem in den Urlaub in Richtung Mittelmeer starten kann“, sagt Geschäftsführer Patrick Dierich.

32 Starts und Landungen täglich
Im Krisenjahr wurden knapp 5000 Flugbewegungen gezählt, ein Jahr zuvor waren es mehr als 12.000: Das sind statistisch gesehen 32 Starts und Landungen pro Tag. Diese Belastungen fordern ihren Tribut: Nach rund 60 Betriebsjahren ist die Landepiste am Ende – trotz mehrfacher Reparaturen alle zehn bis 15 Jahre. „Wir werden während der einmonatigen Totalsperre im September rund 14 Zentimeter des momentanen Pistenaufbaus abtragen und zwölf Zentimeter neu auftragen“, sagt Alexander Strasshofer, technischer Leiter am Flughafen. Die Fläche umfasst 140.000 Quadratmeter, das entspricht in etwa der Größe von 19 Fußballfeldern.

Gearbeitet wird von 6 Uhr bis 22 Uhr abends
„Wir freuen uns, dass wir auch eine Anregung der Anrainer, möglichst keine lärmintensiven Arbeiten in den Nachtstunden durchzuführen, umsetzen können. Trotzdem kann es zu Beeinträchtigungen kommen. Wir werden alles daran setzen, dass diese so gering wie möglich bleiben“, verspricht Flughafendirektor Marco Pernetta. Bereits am 19. Oktober ist die Wiedereröffnung geplant. Kostenpunkt des Vorhabens: 17 Millionen Euro.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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